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Autor Thema: La "Reyna del Pacifico" in Mexico City gefasst  (Gelesen 1930 mal)
johandevri
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« Antwort #13 am: Februar 10, 2009, 05:33:55 »

@ Santiago:Ganz einfach...google.de....und dann schoen suchen du Oberhirni;-)

Wie gesagt ich habe 3 stueck gefunden in der D Sprache.....viellicht gibst es noch mehrere...aber ich habe kein Intresse in MX. Ach ja...yahoogroups gibt es ja auch noch...also macht 4...!!!
Hier in Holland gib es schon 2 MX Foren. In der Englischen Sprache weit ueber 10..!!!

Kannst mal an herbert fragen ob ich schuechtern bin.....aber ich glaube nicht;-)

Verklemmt bin ich auch nicht....aber Du bist es....du Wixaffe. Geh doch deine Stories schreiben in ein MX Forum....was machste hier??? Und wer war hier verklemmt?Huh Du wanna-be MX Bruder....HA..

na wie war dein Taco heute??? Weich und eckelhaft...genauso wie dein Schwanz?


Johan
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santiago
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« Antwort #12 am: Februar 10, 2009, 05:15:57 »

Kann es sein das man dich schon in 3 anderen MX Foren RAUS GESCHMIESSEN hat?HuhHuhHuh?



von der Existenz von 3 Mx Foren habe ich noch nie gehoert, es gibt ein grosses Mx-Forum, da herrscht wie auch hier in Herberts Py-Forum  Harmonie, Witz, Infos u. viele gute small talks. Klar es kommen hin u. wieder Leute die provozieren wollen, die werden entweder schell "auf Linie" gebracht, unterste Schublade wie Du sie besitzt sofort geschmissen ....

Uebrigens wenn Du jetzt Lust darauf hast jeden thread den ich hier geschrieben habe zu "kommentieren" sag mir bitte rechtzeitig Bescheid, dann kann ich bevor ich sie lese ein paar Snacks kaufen, eine Coca Cola u. mich amuesieren ....

dann moechte ich Dir noch ein Lied von unserem Chente Fernandez schicken, vielleicht kann es Deine verwirrten Gedanken wieder zu einem ruhigen Schlaf bringen .... Wink

http://www.youtube.com/watch?v=Sw6YsXeP7TE


@Espatopy , ich denke unser fliegender Hollaender ist im wirklichen Leben eher eine schuechtenere Seele, vielleicht sogar etwas verklemmt.....leidet wahrscheinlich unter zu hohem Blutdruck, vielleicht auch mangelnes Selbstwertgefuehl, hier in der Anomymitaet laesst er den Loewen bruellen. Aber wie Du schon sagtst, vielleicht laesst er es ja wirklich darauf ankommen - auf Wiedereingliederungsgeld  Wink Cheesy

saludos






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Espatopy
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« Antwort #11 am: Februar 10, 2009, 03:57:15 »

 Grin Johan,spätestens NUN solltest Du doch "verstanden" haben.....!

Aber ich habe für Dich speziell und persönlich noch "den Tip des Tages":

schliesse DRINGEND noch in Holland für Dich eine "Rückkehrversicherung"
ab,bevor Du nach Paraguay reist.....!!
Diese hier schützt Dich auch noch vor "Unfällen"...und bezahlt Dir
ein Wiedereingliederungsgeld das vielleicht höher ist als Deine
derzeitigen Einnahmen....aber mit SICHERHEIT höher als Deine
Einnahmen DANN:

https://web.aig.com/2008/dir8476/dir8476_index.html?247SEM

Ich weiss-in spätestens 18 Monaten  wirst Du mir noch dankbar
für diesen "uneigennützigen" Tip sein !! Grin
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johandevri
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« Antwort #10 am: Februar 10, 2009, 02:43:43 »

Fuerst du auch schon selbstgespraeche Santiago (aka Ludwig)Huh

Kann es sein das man dich schon in 3 anderen MX Foren RAUS GESCHMIESSEN hat?HuhHuhHuh?

Schon  komisch.....ein deutscher der in MX wohnt...und immer nur labbert ueber Mexico in ein PARAGUAY FORUM!!!

WAKE UP AND SMELL TYE COFFEE DUDE!!!!! NOBODY WANTS TO HEAR YOUR CRAP HERE.

Bitte bleibe in MX....und komme NIE nach PY!!!

Johan

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« Antwort #9 am: Dezember 03, 2008, 04:27:41 »

eine typische Norteño Gruppe in einer Cantina welche statt Narcos besingen es auch mal mit "The Wall" krachen lassen....  Grin Grin Grin


http://www.pelapapas.com.mx/htmls/the_wall.html


saludos
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« Antwort #8 am: Oktober 20, 2008, 07:44:45 »


Vielleicht kommst Du doch nach PY und schaust Dir das beschauliche Leben hier mal an.
So als Alterssitz?

Don


wuerde ich gerne mal Don, aber nur zu Besuch, wuerde mich freuen Bauherren von trocken gelegten Haeusern mal persoenlich zu begruessen u. auch frischgebackene Abogados ......

als Alterssitz allerdings, ein definitives Nein ....  Mexcio ist einfach zu schoen um es hinten zu lassen ich hab es mit dem Spruch, den jeder Mexicaner sagt  "como Mexico no hay dos"

Ludwig
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Don Holiday
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« Antwort #7 am: Oktober 20, 2008, 07:35:09 »

Dagegen fuehlt sich Paraguay ja wie "Abrahams Schoss" an.

Um dieses mexikanische Problem zu loesen ist wohl erforderlich, dass ein Ruck durch alle Bevoelkerungsschichten geht und man gemeinsam gegen die Drogenbanden vorgeht.

Vielleicht kommst Du doch nach PY und schaust Dir das beschauliche Leben hier mal an.
So als Alterssitz?

Don
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« Antwort #6 am: Oktober 19, 2008, 04:17:55 »

einer der besten wenn nicht der beste Artikel zu Mexicos Drogenpolitik, aus der mex. Tageszeitung "La Jornada"



Endlich Zeit für große patriotische Gesten statt politischer Erklärungen. Am liebsten hätte die mexikanische Regierung den nationalen Unabhängigkeitstag am 15. September in diesem Jahr wohl schon im Juli begangen. Wochenlang pinselten und putzten Militärs den Vaterlandsaltar im Stadtpark Bosque de Chapultepec. Bereits im August schmückten grün-weiß-rote Leuchttafeln in Form von Freiheitsglocken und den Konterfeis der Nationalhelden José María Morelos und Don Miguel Hidalgo den Zócalo, den zentralen Platz Mexiko-Stadts. Am 15. September wurde schließlich unter den Jubelrufen von hunderttausend Menschen das Licht angeknipst. Mit Konfetti gefüllte Eier, Rasierschaum und Böller flogen durch die Luft. Vom Balkon des Präsidentenpalasts erklang aus Präsident Felipe Calderóns Mund der traditionelle nächtliche Unabhängigkeitsruf: Ein dreifach akklamiertes »Que viva México!« erstickte mit einem Mal die schlechten Nachrichten der vergangenen Monate über den Drogenkrieg, Entführungen und Korruption.
Doch bereits um Mitternacht begann die Katerstimmung, als plötzlich Beamte des Verteidigungsministeriums mit besorgten Gesichtern auftauchten. Knapp zwei Stunden nach dem letzten »Que viva« gingen Regierungsangestellte von Tisch zu Tisch und verteilten an ausgewählte Politiker und Journalisten eine Regierungsnote über einen Bombenanschlag in Morelia, der Provinzhauptstadt des mexikanischen Bundesstaats Michoacán. Das Schreiben endete mit dem Versprechen des Präsidenten, die Familien der Opfer und die Verletzten zu unterstützen und die noch unbekannten Täter zu bestrafen.
Bei dem Attentat in Morelia starben sieben Menschen, getötet von zwei Handgranaten, 140 Personen wurden verletzt. »Ohne Zweifel ein terroristischer Anschlag«, sagte Leonel Godoy, Gouverneur von Morelia, am nächsten Tag. »Wir glauben, dass es sich um eine Aktion des organisierten Verbrechens handelt.«
Godoy will den laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft scheinbar nicht vorgreifen, dagegen werden die Leitartikel in der Tagespresse deutlicher. Der »Krieg gegen Drogen«, den Präsident Calderón noch Anfang des Jahres für fast gewonnen hielt, hat in Morelia eine neue Dimension erreicht. Seit Januar wurden dort bei Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen, Polizei und Militärs, Vergeltungsschlägen und Hinrichtungen über 3 000 Menschen getötet. Die Ermordung von Zivilisten ist eine offene Herausforderung des staatlichen Gewaltmonopols.
»Die Intention der Attentäter war vermutlich nicht, an diesem Tag viele Menschen umzubringen«, sagte der frühere Inspektor der mexikanischen Bundespolizei, Jorge Carreras*. »Die Drogenkartelle wollten zeigen, wozu sie fähig sind. Die Granaten detonierten in wohl kalkuliertem Abstand zu Gouverneur Godoy – eine Demonstration öffentlicher Verletzbarkeit und eine Vorführung des staatlichen Geheim- und Sicherheitsdienstes.«
Denn völlig unvorbereitet traf den Staat der Angriff nicht. Wie die Tageszeitung La Jornada berichtet, sollen in mindestens sieben Bundesstaaten bereits Wochen vor den Unabhängigkeitsfeiern anonyme Drohungen eingegangen sein. Zwei Stadträte in Veracruz und Guerrero verzichteten lieber auf einen öffentlichen Auftritt. In Morelia waren ebenso Drohungen empfangen worden. Allerdings habe man eher mit einer Sabotageaktion während der Militärparade gerechnet, versuchte sich Gouverneur Godoy von der linken Zentrumspartei der demokratischen Revolution (PRD) in Erklärungen. Einen Bombenanschlag habe man ausgeschlossen.
Auch der Soziologe Luis Astorga von der Nationalen Autonomen Universität Mexikos hielt noch vor einem Jahr Bombenanschläge der Drogenkartelle in Mexiko für unvorstellbar. Dazu sei der Handel mit Rauschmitteln in Mexiko zu sehr Staatsangelegenheit. »Der illegale Handel mit Opium und Marijuana in Richtung der USA konsolidierte sich im postrevolutionären Mexiko der zwanziger Jahre unter steter Vormundschaft der politischen Machthaber«, sagt Astorga. »Schon ein Jahrzehnt später war der Drogenschmuggel dann bereits fester, wenn auch noch kein sonderlich bedeutender Bestandteil des mexikanischen Korporatismus. Lokale Bündnisse mit den Drogenhändlern halfen dabei, die Kontrolle des nationalen Territoriums zu sichern, und erhielten ihrerseits dafür Protektion.« Der Staat behielt jedoch das letzte Wort, ging, falls nötig, repressiv gegen die Drogenhändler vor. Die Behörde für Nationale Sicherheit diente ab 1947 als letzte Instanz für die Kontrolle krimineller Vereinigungen. »In dieser symbiotisch-narko-staatlichen Beziehung gewannen die entstehenden Drogenkartelle jedoch zunehmend an Autonomie«, räumt Astorgas ein.
Mit der boomenden Nachfrage auf dem US-amerikanischen Drogenmarkt seit den sechziger Jahren, der Auflösung der Behörde für Nationale Sicherheit, dem allmählichen Anstieg der Binnennachfrage nach Gras, Crack, Kokain und chemischen Drogen wurde der Handel mit Rauschmitteln zum Big Business und das einstmals klare Machtverhältnis wurde komplexer. Das Ende des Einparteisystems unter Führung der Partei der institutionellen Revolution (PRI) im Jahr 2000 verschaffte den narcotraficantes noch mehr Handlungsräume. »Vorher gab es einen gut geölten Mechanismus, bei dem die PRI in allen Bundesstaaten Befehle von ganz oben bis ganz unten erteilen konnte. Heute stellen drei Parteienbündnisse die Regierungen auf bundesstaatlicher und lokaler Ebene«, sagt Astorga und folgert: »Sicherheitspolitik als Staatspolitik gibt es heute nicht mehr. Die kriminellen Gruppen brauchen nicht zu fürchten, dass sich die politischen Kräfte landesweit gegen sie einigen.«
Als Mitte Februar ein Plastiksprengsatz unweit eines Polizeipräsidiums detonierte, warnte der Soziologe, der bis dahin eine »Kolumbianisierung« Mexikos stets ausgeschlossen hatte, erstmals davor, dass die Zivilbevölkerung die Konsequenzen tragen würde, wenn eine überparteiliche Zusammenarbeit ausbleibt. Doch was bringt eine »große Koalition gegen die Drogen«, wenn die narcos längst die parteilichen Basen erobert haben, hält der Journalist Alfredo Méndez entgegen. »Der Drogenhandel in Mexiko wird im Ausland leider allzu oft als billiger Krimi missverstanden. Doch wenn vor zehn Jahren nur drei Kartelle den Drogenmarkt in Mexiko kontrollierten, so sind die Beziehungen heute vielfältiger und komplexer. Es wird nicht, wie oft behauptet, um Handelsrouten gekämpft, sondern um die territoriale Kontrolle ganzer Regionen, inklusive deren Regierungen«, meint der junge Reporter der Jornada und setzt noch eins drauf: »Die meisten lokalen Institutionen haben sich verkauft und heute wird eben die Rechnung gestellt. Die Kartelle, die den Wahlkampf finanziert haben, fordern von den Politikern nun Aktionen gegen andere Kartelle, die um Kunden und Kontakte buhlen.«
Die sichtbaren Zeichen dieser Machtkämpfe sind seit Beginn des Jahres allgegenwärtig, denn die Narcos begleichen ihre Rechnungen inzwischen gern medienwirksam. Nicht nur die Yellow Press springt täglich auf ihre oft szenischen Botschaften an. Das Bild von Dutzenden aufgetürmten enthaupteten Leichen im karibischen Yucatán Ende August war ebenso allgegenwärtig wie die zugehörigen Bilder der drei mutmaßlichen Täter, die, geschlagen von der Föderalen Ermittlungsbehörde der Staatsanwaltschaft, in Unterwäsche durch den Flughafen in Cancún gezerrt wurden. Nur zwei Wochen später fand die Bundespolizei 24 kopflose Körper in einem Waldstück nahe Mexiko-Stadt. Auf der Zufahrtsstraße hatten die Täter in weißer Farbe den Untertitel gleich mitgeliefert. »¡Esta es la lucha!« Das ist der Kampf! Öffentliche Stellungnahmen veröffentlichen die Drogenhändler auch immer häufiger auf so genannten narco mantas, was so viel heißt wie »Drogentransparente«. An Brücken oder Verkehrsübergängen beschuldigen sich die bekannten Kartelle gegenseitig, von bestimmten lokalen Regierungen geschützt zu werden.
Vor allem das Cartel del Golfo behauptet immer wieder gern, der mexikanische Staat würde das Unternehmen des Chapo Guzman decken, der wegen der weitreichenden Protektion, die er genießt, auch gern als der »Verwöhnte« bezeichnet wird.
In Michoacán soll das Kartell der »Familia« beste Kontakte zu Gouverneur Godoy unterhalten. Wohl auch deshalb trafen kurze Zeit nach dem Anschlag in Morelia eilig die plakativen Kondolenzen des Kartells ein. Die Familia machte direkt die »Zetas« – den aus ehemaligen Polizisten und Soldaten formierten bewaffneten Arm des Cartel del Golfo – für die Tat verantwortlich. Alfredo Mendéz vermutet dennoch die Familia hinter den Anschlagen: »Das ist ein verzweifelter Versuch, die Zetas loszuwerden, die dank ihrer ungeheuren Waffenstärke im umkämpften Michoacán an Boden gut gemacht haben.«
Neben Michoacán und den traditionellen Anbauregionen im Norden Mexikos wie Sinaloa, Sonora und Chihuahua operieren knapp 40 000 Militärs und Bundespolizisten im »Krieg gegen die Drogen« in immer mehr Bundesstaaten. Dort ersetzen sie auch zeitweilig Ordnungshüter unter Korruptionsverdacht. In Tabasco beschuldigte Gouverneur Granier Melo im August die lokalen Polizeieinheiten in elf der 17 Bezirke des Bundesstaates, vom organisierten Verbrechen unterwandert zu sein. Der frühere Agent der Bundespolizei findet jedoch, dass das Eindreschen der Medien auf die Polizei eher ablenke, als das Problem zu erfassen. »Die strukturellen Probleme gehen weit über die Polizei hinaus, sonst bräuchten wir ja bloß alle in den Knast stecken und hätten die perfekte Gesellschaft. Die lokale Polizei arbeitet für die Interessen bestimmter Gruppen, doch niemand will da wirklich bis zur letzten Konsequenz ermitteln«, sagt Carreras.
Ähnlich stellt sich die Lage bei den »Vorzeigeeinheiten« der AFI und PFP dar. Sie stellen oft Personal ein, das unter Verdacht steht, mal für die Kartelle gearbeitet zu haben. Jetzt sollen beide rivalisierenden Institutionen zusammengelegt werden, doch Carreras ist pessimistisch: »Die internen Machtgruppen auf beiden Seiten arbeiten gegeneinander. In der Führungsebene sitzen Leute, die eine politische Karriere anstreben, ganz unten arbeitet das Kanonenfutter, das auf die Straße geschickt wird. Das sind Leute, die mit Glück wissen, in welche Richtung sie ihre Pistole halten. Und dazwischen agieren einige Wenige, die versuchen, etwas zu verändern, aber nach kurzer Zeit hinschmeißen, keine Lust auf einen gefährlichen Job ohne Aufstiegschancen und Krankenversicherung haben«, empört sich Carreras. Er selbst, der im Dienst auf dem Flughafen von Mexiko-Stadt einst eine halbe Tonne Kokain beschlagnahmte und zwei korrupte Kollegen überführte, arbeitet heute lieber als Sicherheitschef für eine Kaufhauskette. Das ist ungefährlicher für die Familie und auch einträglicher.
Mit dreimal höheren Löhnen werden nun seit kurzem Soldaten gelockt, um ermordete, korrupte oder frustrierte Polizisten in der nördlichen Grenzstadt Ciudad Juárez zu ersetzen. Über 1 000 ehemalige Angehörige von Spezialeinheiten werden derzeit umgeschult, um neben dem Häuserkampf auch den Kontakt mit der Zivilbevölkerung zu meistern.
Ciudad Juárez ist einer der wichtigsten Umschlagplätze und eine der Transitrouten des Landes. Die bisherigen Erfahrungen mit den seit Ende März stationierten 4 000 Militärs und PFP-Agenten sind dort jedoch alles andere als positiv.
»Ich habe zahlreiche Beschwerden von Leuten gehört, bei denen Soldaten die Wohnungen gestürmt haben, und zwar ohne Durchsuchungsbefehl. Die haben Sachen zerstört, die Leute beleidigt, geschlagen und beklaut«, erzählt Arminé Arjona. Sie hat bereits drei Bücher mit Gedichten und Chroniken über die zunehmende Gewalt in Ciudad Juárez veröffentlicht. Sie erzählt beispielsweise darüber, wie ein Mann vor der Haustür mit einem Maschinengewehr erschossen wurde oder wie ihre Putzfrau sich vor Angst nicht mehr aus dem Treppenhaus traute. Von den militärischen Umschülern verspricht sie sich im besten Fall eines: »Vielleicht können sie helfen, dass eines der Kartelle wieder die Oberhand gewinnt, so wie früher.«
Ob es in der Regierung ähnlich pragmatisch zugeht, ist ungewiss. »Öffentlich könnte der Präsident ja auch nie zugeben, einen Pakt mit einem Kartell auszuhandeln«, meint Luis Astorga. Grundsätzlich hält der Experte die Entsendung des Militärs zwar noch immer für gerechtfertigt – bloß die »Exit-Option« habe man vergessen. Ähnlich beurteilt der frühere Bundespolizist Carreras die anhaltende Militarisierung des Landes. »Nach zwei Jahren Militärpräsenz hat sich nichts getan, das es erlauben würde, die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit wieder der Polizei zu übergeben. Die Verfassungsänderungen und der Sicherheitspakt haben lediglich mehr juristische Mittel geschaffen, Menschenrechte verletzen zu können«, empört sich Carreras.
Dennoch will die Regierung Calderón im kommenden Jahr an ihrer Strategie festhalten. Der ohnehin üppige Militäretat wird um 16 Prozent erhöht werden. Auch die Marine und die Staatsanwaltschaft sollen mehr Geld erhalten. Das Ministerium für öffentliche Sicherheit wird gar doppelt so viel Geld zur Verfügung haben wie in diesem Jahr. Gespart wird dagegen bei landwirtschaftlichen Projekten, und auch die interne Rechnungsprüfung und die Antikorruptionseinheit innerhalb der staatlichen Institutionen werden eher Leute entlassen müssen, als in ihrer Arbeit gestärkt zu werden, informiert die Jornada.
Auch die als »Initiative Merida« oder »Plan Mexico« bekannt gewordene finanzielle Unterstützung der US-Regierung für die Bekämpfung des mexikanischen Drogenhandels werde wohl überwiegend in die technische Ausrüstung und Bewaffnung der Polizei fließen und weniger in investigative Polizeiarbeit oder geheimdienstliche Ermittlungen. »Ein bisschen Spionage vielleicht, aber was die weitere Ausbildung angeht, erwarte ich nichts Gutes«, sagt Carrera. »Das systematische Erlernen von Foltermethoden zur Führung von Verhören könnte dagegen wohl auf dem Programm stehen. Bereits in diesem Jahr sind ja Videos solcher Polizeischulungen in Leon, Guanajuato, bekannt geworden. In der mexikanischen Öffentlichkeit ist es kein Tabu mehr, solche Praktiken gut zu heißen«, erklärt er.
Ein gutes Beispiel ist der pensionierte General Miguel Angél Gódinez Bravo, dem die harte Hand nur so zu zucken scheint. Auf einer denkwürdigen Pressekonferenz im Mai dieses Jahres bot der frühere Leiter von Interpol-Mexiko die Dienste der »alten Garde von Heer und Marine« an und hielt es für unumgänglich, dabei auch auf »strukturelle Schemata der Vergangenheit zurückzugreifen«, um »quasi im Straßenkampf die Institutionen unseres Landes vor dem organisierten Verbrechen zu retten«. Kein Politiker hat diese unverhohlene Anspielung auf die Praktiken des »schmutzigen Krieges« gegen die Guerilla in den siebziger Jahren, mitsamt den Todesflügen und den in der Escuela de las Americas erlernten Foltermethoden, bisher öffentlich zurückgewiesen.
Glaubt man den Fernsehspots der Regierung und den inflationären Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft, dann sind solche Maßnahmen ja auch nicht nötig. Die vielen kleinen Fische, die den Behörden bei Einzelaktionen und Glückstreffern ins Netz gehen, genügen allemal, jeden zweiten Tag einen entscheidenden Schlag gegen die Entführungsindustrie oder den Drogenhandel zu verkünden. Der im September veröffentlichte Nationale Suchtbericht kommt dagegen zu dem Schluss, dass die Zahl der von illegalen Drogen Abhängigen in den vergangenen fünf Jahren um 50 Prozent gestiegen sei. Und auch auf den internationalen Märkten sind die Preise konstant. Noch immer sorgen die zuverlässigen mexikanischen Lieferanten, die inzwischen auch die Routen in Zentralamerika und teils bis nach Kolumbien kontrollieren, dafür, dass eine Tonne Kokain auf dem US-Markt ein Drittel weniger kostet als in Europa. Die Gewinne der mexikanischen Kartelle im nördlichen Nachbarland werden pro Jahr auf 23 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Allein das gewaschene Geld aus den Drogengeschäften, das jährlich direkt in die formale mexikanische Wirtschaft investiert wird, beträgt nach vorsichtigen Rechnungen zehn Milliarden US-Dollar. In einem Land, das auch ökonomisch betrachtet bessere Zeiten gesehen hat, ist es fraglich, ob man es sich mit diesen treuen Investoren tatsächlich verscherzen will. »Die Drogenkartelle jedenfalls haben sicherlich Interesse daran, weiterhin Geld in Mexiko anzulegen und ihre finanzielle Macht zu vergrößern, meint Alfredo Mendéz.
Einen guten Moment, sich mehr Einfluss und Protektion zu sichern, bieten auch die im nächsten Jahr in Mexiko stattfindenden Zwischenwahlen im Parlament und in vier Bundesstaaten. Mendéz ist davon überzeugt, dass die Drogenkartelle um die Gunst der Kandidaten kämpfen werden.
»Das Topthema von Links bis Rechts wird ohne Zweifel die nationale Sicherheit«, sagt Carreras, »und die Lösungsvorschläge werden ganz eng beieinander liegen – von Sicherheitsgewahrsam bis Todesstrafe.« Die Ermordung des Senatskandidaten Homero Lorenzo Ríos von der PRD am vergangenen Donnerstag in Guerrero dürfte dieser bereits latent geführten Debatte wohl weiter Aufwind geben.



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« Antwort #5 am: Dezember 03, 2007, 07:29:50 »

mal was nettes aus Mexico. Mexcio City Links Buergermeister (PRD) Marcelo Ebrard hat sich fuer das heurige Weiihnachten etwas ganz besonders einfallen lassen. Auf dem Zocalo (Mexico City´s Hauptplatz vor der Kathedrale) hat er die weltgroesste Eisbahn der Welt aufstellen lassen. 3.200 Quadrat Meter misst das Ding. Die Kosten von etwa 1.5 Millionen Dollars uebernahm die Stadt, 25.000 Menschen jedes Alters koennen voellig kostenlos Schlittschuh laufen. Dafuer wurden von der Stadt auch 25.000 Paar Schlittschuhe bereit gestellt, die ebenfalls kostenlos zu benuetzen sind. Der Spass begann am 1. Dezember u. dauert bis zum 8. Januar.

Am ersten Advent liefen die Leute bei strahlenden Sonnenschein u. einer Temperatur von 24 Gracd C.

Damit es auf der Eisbahn zu keinen unangenehmen Zwischenfaellen kommt, hat die Stadt im Schnellkurs jetzt auch Polizisten auf den Schlittschuhen trainiert, die fahren jetzt auch ihre Runden.

Und die Leute freuen sich wie kleine Kinder, um das geht es auch letzthin.




[img width= height=]http://images.quizilla.com/C/CA/CAC/cactuswestern/1196727475_ittschuhe1.jpg[/img]

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Gruss
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« Antwort #4 am: Oktober 11, 2007, 04:28:28 »


Kann mir gut vorstellen, dass Dich diese (unerwartet detaillierte) Antwort ne Menge Zeit gekostet haben muss.


Halb so schlimm JustNow, der Grossteil war bereits auf der Festplatte, nur copy and paste..... Und mein eigener Senft dazu kostete mich vielleicht 20 Min. Ausserdem bin ich momentan in "relax" Stimmung. Kamen vor einer Woche von einer grosseren Messe zurueck, die eigentliche Arbeit haben jetzt unsere fleissigen Heinzelmaennchen, die das Leder zuschneiden, naehen, usw. Natuerlich koennen wir denen nicht SOVIEL bezahlen, wie es Narcos tun.   Wink Dafuer gibt es hier in Guadalajara noch viele Leute, die sich lieber "ganz konservativ" ihre Tacos verdienen moechten, abends mit ihrer Familie sind u. Sonntags ganz brav in die Kirche gehen....

Saludos
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« Antwort #3 am: Oktober 11, 2007, 02:13:57 »

Hi Santiago,

da hast Du ja richtig aufgetischt!

Kann mir gut vorstellen, dass Dich diese (unerwartet detaillierte) Antwort ne Menge Zeit gekostet haben muss.

jedenfalls ist so einiges für mich nun nachvollziehbar(er); denn angesichts DIESER - jedes Vorstellungsvermögen übersteigenden - Profite,  beginnt natürlich die Phantasie zu blühen.

Also: Danke nochmals, für die enorme Fleissarbeit und versuch´ bei all der Schreiberei, Dein Geschäft nicht zu vernachlässigen!!

Gruss JustNow
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« Antwort #2 am: Oktober 11, 2007, 12:17:48 »

Santiago,

warum werden  Narcos eigentlich verehrt?

Liegt es daran, dass sie für viele zur Inkarnation des max.  "Erreichbaren" werden?





JustNow,

natuerlich spielt das auch eine Rolle dabei. Aermere Jungs, hauptsaechlich im noerdlichen Sinaloa, dort wo die Narcos urspruenglich herkommen, fallen voll in diese Anziehungskraft rein. Es gibt ja genuegend Beispiele. Vom armen Marihuana Bauern oder kleinem Dorf Polizisten der innerhalb von 20 Jahren nach "ganz oben" kam u. Wochen Bruttoverdienste bis zu 200 Millionen Dollars hat. Da fehlt es natuerlich nicht an Nachwuchs. Nur dass von 10.000 Neu-Narcos nur einer an diese Spitze kommt, bedenken sie nicht - oder es ist ihnen letztendlich egal. Die Mentalitaet dieser "mehr einfacheren Mexicaner" spielt dabei auch eine grosse Rolle. Man glaubt ja an "Destino". Alles wird von Gott gelenkt, wenn man Gott um etwas bittet, benuetzt man eine Fuersprecherin, die Heilige Jungrau, in Mexico ist es die Virgen de Guadalupe. In dem speziellen Fall Narco bittet man sie, einem Reichtum zu schenken u. einem so lang wie moeglich das Leben zu erhalten. Der Reichtum ist relativ, wer kommt schon an die Spitze eines Kartells, die meisten bleiben Fuss-Soldaten. Aber selbst ein Fuss Soldat, der in seinem Dorf, wenns hochging, vielleicht 500 Dollars im Monat hatte u. einen alten klapprigen Nissan Pickup, hat ploetzlich als Burro (Schmuggler), Pistolero (Killer) oder Guarura (Leibwaechter eines Unter-Capos) ploetzlich 10.000 Dollars im Monat, ein Quantensprung in seinem Leben. Gespart davon wird nichts, man weiss ja, dass jeder Tag der letzte im Leben sein kann, dafuer wird das Leben "voll genossen". Statt den alten Nissan Truck hat er jetzt Corvette oder Hummer, statt Sandalen hat er jetzt Cowboy Boots aus Krokodil Leder, Hemden von Versace, den Rest gibt er fuer Weiber, Whisky u. Kokain aus. Der Feind sitzt ja nicht nur in der Regierung, es gibt hier ja 4 grosse Kartelle, die sich bis aufs Blut verfeindet sind u. taeglich Massaker liefern (Kopefe abschneiden u. das Haupt dem Feind per FEDEX zuschicken ist momentan die Mode) Und da er nicht "so leicht" sterben will, hat er seine AK-47 immer durchgeladen im Auto, oder seine 9 mm Pistole immer im Hosenbund. Darum soviele sinnlose Massaker, ein Polizeiwagen will ihn aufhalten, weil er zu schnell dran war, zwei tote Polizisten blieben auf der Strecke....

Die andere "Sympathie fuer Narcos" hat tiefere Gruende. Hier in Mexico hatte (u. hat immer noch) das Volk so gut wie kein Vertrauen zur Regierung. Die luegen, stehlen, u. sperren Unschuldige ein, heisst es im Volksmund. Naja, so unrecht hat da der Voklsmund nicht, wenigstens die breiten Massen des Volks. Fuer die Mittelklasse geht es zwar besser (bald ein posting davon) aber die "armen Schweine" zahlen immer die Rechnung. Von dieser Seite herrscht auch Bewunderung fuer die Narcos. Beispiel: Momentan herrscht Krieg in Mexico,  Regierung - Narcos. Mit dem Militaer hier war noch nie gut Kirschen essen. Beispiel: Vor etwa zwei Wochen in einem Dorf Bordell im Norden. Ein besoffener Soldat machte dort Stress u. wurde deswegen von "Besuchern" verpruegelt u. rausgeworfen. Daraufhin kam ein ganzer Zug von 20 Soldaten zurueck, eine Massenvergewaltigung begann, 14 Frauen wurden die Opfer, mit dabei ein Oberst. Nichts geschah, das Militaer ist fuer die Justiz tabu. Die Sache ging durch die Presse, die Leute hier waren sehr "indignado". Auf der anderen Seite: Im Bundesland Michoacan gab es eine grosse Strassensperre von Militaers. Den Narcos missfiel das, Narco Pistoleros griffen die Soldaten mit Bazookas, Handgranaten u. Schnellfeuer Gewehren an, 11 Soldaten tot. "Das Volk" klatschte insgeheim Beifall....

"Den Narco kann man hier hier nicht gewinnen", heisst es. Die Regierung z.B. gruendete eine Spezial Einheit des Militaers, ein Batallion genannt "Zetas", wurden nach USA geschickt nach Fort Bragg, bekamen dort eine Spezial Ausbildung der U.S. Rangers. Und wurden GUT bezahlt, 3,000 Dollars monatlich jeder Soldat. Kamen die Narcos, "drehten" die Militaers um, es heisst den Offizieren wurden monalich 30.000 Dollars angeboten, den Mannschaftsgraden 20.000 monatlich. Das ganze Batallion lief fast komplett ueber, ein paar, die nicht wollten, fielen Anschlaegen zum Opfer. (die "Narco Politik" heisst "Plata o Plomo" = willst Du nicht mein Silber, gebe ich Dir Blei...) jetzt haben die Narcos "Spezial Einheiten" von USA ausgebildet ...

Und natuerlich noch andere Spezialisten aus Universitaeten. Economisten, Profis im Bankkwesen, welche die Gewinne auf Banken der ganzen Welt verteilen... oder wieder in Mexcio z. B. in Luxus Resorts oder Hotels investieren (Narcos haben das Tourismus Geschaeft entdeckt)


Aber die grossen Capos sind eigentlich das geblieben, was sie schon immer waren - religioes (man macht auch immer noch das Kreuzzeichen, wenn man jemanden umlegt). In der Narco Hochburg Culiacán hat man extra seinen Heiligen... 







aus der SZ:




Millionen werden hier umgesetzt, Tausende umgebracht. In einem Landstrich, in dem Polizeichefs zu Paten werden, zeigt man alles, nur keine Angst. Eine Pilgerfahrt zu einem Ganovengrab in der Rauschgift-Metropole Culiacán.
Von Peter Burghardt

Culiacán, im Juli - Der Heiland der Drogenbarone empfängt zu jeder Stunde, aber Fremde besuchen ihn besser bei Tageslicht. Das ist beeindruckend genug. An einem schwülen Sommertag um kurz vor zwölf füllt eine interessante Gemeinde die Kapelle von Culiacán im wilden Nordwesten Mexikos.

Die Sonne steht senkrecht, der Wind ist wie ein heißer Föhn. Die Männer tragen breitkrempige Sombreros, Cowboystiefel aus dem Leder von Schlangen oder Straußen, schwere Goldketten. Manche haben trotz der Hitze Jacketts an oder Westen, darunter verbergen sich gewöhnlich automatische Waffen.

Maschinenpistolen vom Typ AK-47 werden in dieser Szene Cuernos de Chivo genannt, Ziegenhörner. Draußen parken Geländewagen mit dunklen Scheiben. Es spielt ein Orchester. Die Versammlung huldigt Jesús Malverde, ihrem Helfer und Beschützer.



Der Robin Hood trägt hier Scheitel und Schnurrbart
Malverde war laut Legende ein Dieb aus dem 19. Jahrhundert, so edel wie Robin Hood. Bilder, Figuren und Schlüsselanhänger an den Souvenirständen zeigen ihn mit schwarzem Scheitel und feinem Schnurrbart. Gemäß der Überlieferung bestahl der soziale Delinquent die Reichen für die Armen, bis ihn ein Kopfgeldjäger anschoss.

Verblutend schleppte er sich an diese Stelle, wo ihn der Gouverneur aufhängen ließ. "Geboren 1870, gestorben am 3. Mai 1909", steht am Kreuz, sein Todestag wird im Bundesstaat Sinaloa gefeiert wie Ostern. Erst war hier nur ein Grab, dann machte ihn die Mafia zu ihrem Heiligen. Inzwischen wuchs das Ehrenmal zum überdachten Wallfahrtsort, gegenüber vom McDonald's.

"Danke Gott und Malverde für die Gefälligkeit", steht auf Fotos und Plaketten, dazu Namen der berüchtigsten Rauschgiftdynastien Mexikos. Familie Carrillo. Familie Félix. Familie Beltrán. Familie Gallardo. Familie Guzmán.



Guter Stoff fürs Liedgut



Musiker werden dafür bezahlt, Drogenhändler in der Jesús-Malverde-Kapelle zu besingen.
 



Die meisten ihrer Anführer werden mit internationalen Haftbefehlen gesucht, oder sie sitzen im Gefängnis, oder wurden ermordet. Das klassische Ende in diesen Kreisen. Aber ihre Sippen häuften Vermögen an. Eine eiserne Tafel hat die Form eines Lkws, darauf ist zu lesen: "Gott segne meinen Lastwagen - Danke, Malverde, mir diesen Wunsch gewährt zu haben."

Offenbar gelangte eine Ladung Kokain oder Marihuana ungestört in die USA. Vor dem Schrein des Beschützers Malverde singt jetzt eine Combo mit Gitarren, Akkordeon und Trompeten schaurigschöne Lieder, Narcocorridos. Für 6000 Pesos die Stunde, 400 Euro, tragen die Musikanten Eigenkompositionen für ihre Auftraggeber vor oder Stücke von Idolen wie den Tigres del Norte. "Die Reifen des Autos waren voller Stoff", heißt es in dem Klassiker "Contrabando y Traición", Schmuggel und Verrat.

"Mich fasziniert das", sagt Élmer Mendoza leise und nippt am Espresso. Den Schriftsteller Mendoza, 59 Jahre alt, trifft man in einem unauffälligen Café im Wohngebiet von Culiacán, im Dunstkreis von Malverde können Fragen ungemütlich werden.


Herr, lass die Drogen blühen

Mendoza selbst geht gerne bei Mondschein zum Schrein und hat auch mal erlebt, wie vor der Kultstätte ein Hubschrauber landete. Ein Gläubiger samt Leibgarde stieg aus, machte dem Schutzherrn seine Aufwartung und flog wieder ab.

Élmer Mendoza sieht die kleineren und größeren Ganoven mit ihren Versace-Hemden auch nachts in den schummrigen Bars, wie sie teuren Whiskey und Tequila bestellen, flaschenweise. Man zeigt alles, nur keine Angst. "Witzig und bedrohlich", findet Mendoza das. "Die wissen, dass sie die Macht haben."



Der Autor liebt seine Heimat

So weit kann es kommen, wenn das organisierte Verbrechen zum System wird. Dann ist der Schrecken auch Folklore, Kultur, Religion.

Der Autor liebt seine Heimat, trotz der Exekutionen und Schießereien. Sie ist die Bühne für seine Kriminalromane, "Einsamer Mörder" heißt einer. Auch in seiner Literaturwerkstatt widmen sich die Schüler hauptsächlich diesem Thema, das Mexiko durchdringt wie ein Geschwür.

Élmer Mendoza beriet außerdem den spanischen Erfolgsschreiber Javier Pérez Reverte, dessen Bestseller "Königin des Südens" die Karriere einer Schmugglerin aus Culiacán erzählt. Mendozas nächstes Buch trägt den Titel "Willst du ewig leben", es beginnt in diesem Lokal und handelt von Korruption, Polizisten, Drogendealern. "Vielleicht trinkt da hinten einer von denen Kaffee", sagt er, die Tische im Eck sind besetzt, "und abends bringt er jemanden um."

Rauschmittel und ihre Folgen prägen die Region seit 100 Jahren. In den USA waren Opium, Heroin und Marihuana bald verboten, so wurden immer mehr Mohn und Cannabis gesät. Im Zweiten Weltkrieg wuchs der Bedarf für die amerikanischen Soldaten, das Geschäft blühte, später wurde der Handel erweitert durch Kokain aus Kolumbien.

Inzwischen dominieren mexikanische Verteiler den Kokain-Markt, ungebildete Söhne aus dem Gebirge wurden zu Großexporteuren. Viele von ihnen hat das sagenhaft reich gemacht. Und viele von ihnen wurden grausam getötet. In den vergangenen zehn Jahren wurden allein in Sinaloa mit seinen 2,5 Millionen Einwohnern mehr als 7000 Morde registriert.



Eine der mächtigsten Banden der Erde

Das Kartell von Sinaloa und seine Verbündeten sind eine der mächtigsten Banden der Erde. "Der Drogenhandel ist Teil unserer Umgebung, unserer Landschaft, unserer Erinnerung", sagt Élmer Mendoza, es klingt frustriert und bewundernd zugleich. "Die größten Capos Mexikos sind hier geboren."

Was für Geschichten. Der Clan der Carrillo Fuentes stammt aus der Umgebung, einst waren sie Bauern. Amado Carrillo Fuentes schuf das Kartell von Juárez und trug in den Neunzigern den Künstlernamen "El Señor de los Cielos"- der Herr der Lüfte. Er transportierte seine Ware in einer eigenen Flotte von mehreren Boeing 727 und galt als Nachfolger des Kolumbianers Pablo Escobar.

Carrillo Fuentes soll viermal so viel Kokain über die US-Grenze geschafft haben wie jeder andere. Gemäß der amerikanischen Antidrogenbehörde DEA verdiente er in seiner besten Zeit 200 Millionen Dollar - in der Woche. Zehn Prozent investierte er in die Bestechung von Politikern, Richtern, Polizisten. Zu seinem Schmuck gehörte ein goldener, mit Brillanten besetzter Anhänger in Form einer Kalaschnikow.

Seine letzte Stunde schlug angeblich am 4. Juli 1997 auf einem Operationstisch in Mexiko-Stadt, als er sich das Antlitz verfremden lassen wollte. Seine vermeintliche Leiche ruht in seinem Geburtsort Guamachilito nahe Culiacán in einem Marmorpalast.


Aber viele Mexikaner glauben, der sagenumwobene Amado sei noch unter den Lebenden, mit neuer Identität und neuem Gesicht. Offiziell übernahm das Kommando erst sein Bruder Rudolfo, vormals Polizeichef und ebenfalls Jünger Malverdes.

Er wurde am 11. September 2004 auf einem Parkplatz in Culiacán durchsiebt, von 500 Kugeln. Es folgte Bruder Vicente. "Bewaffnet & gefährlich, reist gelegentlich nach El Paso, Texas", steht auf dem US-Steckbrief. Belohnung fünf Millionen Dollar.

Die gleiche Summe ist auf Joaquín Guzmán ausgesetzt, genannt "El Chapo". Auch er kommt aus dieser Gegend. Guzmán floh am 19. Januar 2001 aus dem Hochsicherheitsgefängnis Puente Grande von Jalisco. Es wird berichtet, er habe dabei sieben Panzertüren überwunden. Man erzählt sich, kurz danach seien in Culiacán CDs mit Liedern zu seiner Flucht verkauft worden, Narcocorridos.

Drei Monate später war der weltweit gesuchte Drogenboss Trauzeuge bei einer Hochzeit. Wenn er in einem Restaurant essen ging, sammelten seine Leibwächter die Handys der übrigen Gäste ein. "Wir sind Zuschauer, wir legen uns nicht mit ihnen an", sagt Mendoza. "Die verzeihen nichts."



Zuletzt war wieder Krieg

Zuletzt war wieder Krieg zwischen den Kartellen von Sinaloa, Tijuana, Juárez und dem Golf von Mexiko. Die einen beschäftigen Jugendliche aus den Slums als Söldner, die anderen eine vormalige Eliteeinheit der Armee. Mexikos Präsident Felipe Calderón schickte 9000 Soldaten.

Sie patrouillieren auch in Culiacán und dem zerklüfteten Hinterland. Das Ergebnis waren noch mehr Tote, unter ihnen Unbeteiligte. Vor kurzem wurde eine Familie mit drei kleinen Kindern an einer Straßensperre erschossen. Zeitungen melden die Opferzahlen wie Börsenkurse, 2007 waren es bisher landesweit 1500. Kein wichtiger Pate wurde in Culiacán verhaftet.

Einzig die Preise sollen wegen der Militärpräsenz steigen, und auf dem Schwarzmarkt in der Calle Juárez sollen die Dollarbündel knapp werden.

Besucher kommen sich in dieser Stadt vor wie im Film. Am schicken Flughafen wartet eine Staffel von Cessnas, es gibt diverse Flugschulen, die Branche braucht Nachwuchs. Vor der Tür fahren die tollsten Autos vorbei. Besonders beliebt sind die für amerikanische Bodentruppen entwickelten Modelle vom Typ Hummer, auch in der langgezogenen Version nach Art von Hollywood.



Teller voller Kokain

Bei Kindergeburtstagen holen manchmal solch rollende Festungen die Kleinen ab, für die Großen gibt es bei Partys Teller voller Kokain. Heißt es. "Diese Leute wissen, dass sie früh sterben werden", sagt Élmer Mendoza, "also leben sie schneller."

Die wenigen Touristen, die es hierher verschlägt, staunen über Villen mit gigantischen Mauern, über Kameras und gemeißelte Löwen. Das Volk nennt den Stil Narco-Architektur, Monumente des schlechten Geschmacks. In modernen Wohnanlagen, Luxushotels, Spielsalons, Diskotheken und Einkaufszentren werden Hunderte Millionen Dollar gewaschen, angeblich sogar in Tankstellen und Molkereien.

An der Universität von Culiacán belegen Tausende Studenten das Fach Rechnungswesen. Dabei gibt es dafür viel zu wenig legale Jobs, auch wenn der Gemüseexport boomt. Aber das ist für die Bilanz nachrangig. "Unsere Wirtschaft ist abhängig vom Rauschgift", sagt Mendoza. "Nicht nur in dieser Stadt."

In einem fensterlosen Raum ballt ein bärtiger Mann mit Stirnglatze und kräftigen Händen die Faust, die Klimaanlage surrt. "Wir sind ein Labor für die größte Bedrohung des Landes", sagt Manuel Clouthier, Direktor der Zeitung Noreste und nebenberuflich Landwirt. "Die Drogenmafia ist ein Monster mit tausend Köpfen."

Täglich berichtet sein Blatt von Kopfschüssen und Leichen. Clouthier hat keinen Zweifel daran, dass die Regionalregierung von Sinaloa mit den Kartellen kooperiert, immer wieder stehen mexikanische Politiker unter Verdacht. "Das sind Komplizen, das ist Narco-Politik." Einmal fragte einer seiner Redakteure den Gouverneur aus der von Skandalen erschütterten Revolutionspartei PRI, ob wirklich 60 Prozent der Wirtschaft von Sinaloa mit Drogen zu tun hätten. Der Gouverneur lachte und antwortete: "Es ist mehr."

Clouthier zitiert den ehemaligen Bürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando. "Die Mafia ist präsent, und obwohl wir ihr noch nicht den Gnadenschuss gegeben haben, ist die Organisation tot", schrieb Orlando. "Sie starb in dem Moment, als wir sie aus dem politischen System entfernt haben."



"Wir werden einen hohen Preis dafür bezahlen"

Clouthier macht eine Pause und sagt: "In Mexiko sind wir genau auf dem umgekehrten Weg unterwegs, wir werden einen hohen Preis dafür bezahlen." Unternehmern hat er einen Aufruf zur Gegenwehr geschickt. Kaum einer reagierte. Wer legt sich schon mit Politik, Polizei und Killern an, wenn so viel Geld in die Stadt kommt?

Hinter Clouthier hängt ein Bild seines Vaters, einst Präsidentschaftskandidat der konservativen Partei PAN, die seit 2000 den mexikanischen Staatschef stellt. Er kam bei einem rätselhaften Autounfall um. Clouthiers Mitarbeiter riskieren ebenfalls ihr Leben, manche Medien recherchieren angesichts der Gefahr kaum mehr. Laut der Vereinigung Reporter ohne Grenzen ist für Journalisten nur der Irak gefährlicher als Mexiko.

Zuweilen denkt Manuel Clouthier, "wir verlieren diese Schlacht". Aber weg will er nicht. "Ich bin hier geboren und werde hier sterben, ich habe meine Urne schon gekauft." Man müsse den Kriminellen widerstehen. Es gebe ja Ansätze, wie diese Ausstellung, "die Rosi hat Mut".



Und Batman wacht

Rosa Maria Robles vergoss ihr Blut, mindestens einen halben Liter. Ein Video in Endlosschleife zeigt, wie es unter ärztlicher Aufsicht aus den Pulsadern in einen Topf tropft und dann auf die weiße Bettdecke. "Alfombra roja" ist das Motto der Aktion im Kunstmuseum von Culiacán: "roter Teppich".

Zunächst hatte die Bildhauerin Robles blutverschmierte Kleider von echten Opfern ausgelegt, von der Empore über die Treppe hinab bis an die Eingangstür. Dann kam die Staatsanwaltschaft und nahm die Leichentücher mit, Beweismaterial.

Das verschaffte ihr erst recht Aufmerksamkeit. Ersatzweise schockiert Rosa Maria Robles nun mit eigenen Blutspuren. "Ich habe die Drogengewalt wie Muttermilch aufgesogen", sagt sie, "ich musste etwas tun, zum Nachdenken anregen."

Dazu baumeln Flaggen aus Dollarscheinen von der Decke. Außerdem hat sie ihr skurriles Programm "Navajas" (Messer) aufgebaut, mit einem Fallbeil über einer Wiege, Polizeiberichten aus der Zeitung Noreste als Tischdecke und Augen von Straußen in Eierbechern.

Die Tiere sind ihr Symbol für den demonstrativen Luxus der Rauschgiftszene - und für ein Publikum, das wegschaut. "Die Narcos haben die ganze Gesellschaft durchdrungen", sagt sie, "sie sind da, wo du sie am wenigsten erwartest."

Der Friedhof Jardínes del Humaya liegt am Stadtrand. "Unglaubliche Gräber", sagt Élmer Mendoza, die auffälligsten sind groß wie kleine Kirchen. Eine Kuppel ist schwarz-gelb bemalt, mit dem Batman-Logo, den Auftrag gab ein Drogenkönig namens Batman Güemes. In einem anderen Pantheon mit Marmorsäulen sind Fresken von einer Frau und zwei Kindern zu erkennen.

Bauherr ist ein Capo mit Spitznamen El Güero Palma, ein Rivale hatte ihm die Köpfe seiner entführten Familie zugeschickt. Über den Kiesweg rollt ein verspiegelter Wagen, auf dem Nummernschild steht "VIP". Wer hier groß baut, dem hat der heilige Jesús Malverde viele Wünsche erfüllt, aber irgendwann konnte er nicht mehr helfen.

Quelle:  http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/116/125924/






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« Antwort #1 am: Oktober 11, 2007, 03:19:17 »

Santiago,

warum werden  Narcos eigentlich verehrt?

Liegt es daran, dass sie für viele zur Inkarnation des max.  "Erreichbaren" werden?
Habe schon häufiger davon gehört; aber verstehen konnte ich es nie.

Immerhin fallen Mordanschlägen, die diesen Gruppierungen zuzuschreiben sind, doch kaum weniger Menschen zum Opfer, als es in früheren Jahren - bei regional begrenzten Konflikten (Kriegen) - der Fall war.

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« am: Oktober 10, 2007, 05:53:36 »

Vor etwa 10 Tagen ging den mexicanischen Federales eine hochbrisante Dame ins Netz. Sandra Avila Beltrán mit 46 Jahren, genannt "La Reyna del Pacifico" wurde auf der Strasse in Mexico City verhaftet, als sie gerade in ihr Auto, einem BMW X-5 steigen wollte. Sie kommt aus der Familie der Beltrán, mexicanische Rauschgift Dynastie vom feinsten seit den 60igern. Unabhaengig von ihr wurde ihr kolumbianischer Ehemann verhaftet, ebenfalls ein Entscheidungstraeger eines kolumbianischen Kartells.

Sandra ist in diesem "Geschaeft" bereits seit den 80igern taetig, hat sich bis zur "Operadora" herauf gearbeitet u. war zustaendig fuer die Ausarbeitung von Routen nach USA u. Europa. 

Ihr Vermoegen ist momentan noch unschaetzbar. Momentan wurde nur ein schneller Kassensturz ihrer Immobilien gemacht, da heisst es, sie besitze auf der ganzen Welt um die 220 Haeuser, Villen u. Ranchos, einige davon mit einem Wert von ueber 5 Millionen Dollars. Man sagt auch, dass sie verantwortlich war fuer einen Kokain Transport von 9 to, letztes Jahr an der Grenze San Diego-Tijuana hoch genommen.  Da soll noch einer sagen, unsere chicas in Mexico braeuchten Maenner zum ausnehmen  Cheesy Cheesy Cheesy





Parallel dazu wurde letzte Woche ein Vetter von Sandra Avila im noerdichen Culiacán fest genommen, bei der Schiesserei wurde er verletzt u. lag in einem gut bewachten Hospital. 40 Narco Pistoleros, schwer bewaffnet gingen ins Krankenhaus, schossen rum u. holten ihn wieder raus. Nahmen auch gleich mal einen Staatsanwalt u. 3 Polizisten als Geiseln mit...


Die Narcos sind so stark wie frueher, da nuetzt auch die U.S. Narco Politik nichts, die sich hier einmischen wollen.

Fuer diejenigen, die Spanisch verstehen hier ein Narco Corrido der bekannten Norteño Gruppe Los Tigres del Norte
Narco Corridos sind Lieder, wo Narcos besungen (u. verehrt) werden. Grosse Capos zahlen Gruppen wie den Tigres viel Geld, damit sie ueber sie Lieder schreiben u. singen. Die kann man dann den ganzen Tag im Radio hoeren....  Grin

so wie dieser song: El Jefe de los Jefes....


http://www.youtube.com/watch?v=6ZtQt4KElfE


hasta la vista....
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