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Autor Thema: Demokratie oder freiwillige Selbstentmündigung für etwas Schadenfreude?  (Gelesen 1176 mal)
Espatopy
Gast
« Antwort #3 am: August 15, 2007, 09:46:07 »

Don,genauso wie hier....wollte ich auch dort durch meine
aktive Teilnahme nichts "adeln".
Wenn Du meine Beiträge verfolgt hast,habe ich die
Grundannahme wirkliche Abzocker aufzudecken immer
mit vertreten....aber als es gegen -aus meiner Sicht-ordentliche
Geschäftsleute und Mitbewohner in Paraguay oder sonstwo
ging ...hart opponiert.
Als die daraus resultierenden , gegenteiligen Meinungen aber
dann dazu führten,dass -öffentlich- ich selbst diskreditiert
wurde....fand ich die Situation untragbar f. mich persönlich.
Selbst wenn ich den Grundansatz.... die Erst-Ziele die die
Iniatoren möglicherweise/offensichtlich hatten....gedeckt habe.

Insofern-konsquenterweise....werde ich die Entwicklung gemäss
eigener Ziele im Auge behalten....genauso wie ich hier Herbert des
öfteren um mehr zielführende Kommunikation gebeten habe.
Gruss!
Gespeichert
Don Holiday
Gast
« Antwort #2 am: August 15, 2007, 09:28:06 »

"Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden"
Rosa Luxemburg

Die persoenliche Freiheit des Einen endet dort, wo die Persoenlichleitssphaere des Anderen beginnt.

Aufforderung zur "Abreibung", Beleidigung, Verleumdung usw bedeuten keine Freiheit. Freiheit ist auch ein Stueck Selbstbeschraenkung. Ein Stueck Nachdenken, ob ich nicht zu weit gehe.

Wenn mich einer beleidigt, wird er wohl mit der Antwort leben muessen.

@Espatopy
Woher der ploetzliche Sinneswandel?
Eine Zeit lang hast Du doch durch Deine Beitraege die Abzocker S.A. aufgewertet? Nur weil man Dich persoenlich angegriffen hat, tauchen jetzt Bedenken Deinerseits auf?

Auch Santiago bitte ich, die sicher bald wieder auftauchende Pest nicht durch seine Anwesenheit zu adeln.

Von dem Augenblick an, als das Forum eroeffnet wurde, um Hasengruber, Don Holiday, Tedora und H.J.W persoenlich anzugreifen, haben die Initiatoren durch Beleidigung und Verleumdung und Faekaliensprache sich selbst disqualifiziert.

Alle weiteren "Abzockergeschichten" kamen erst spaeter, viel spaeter!

Erst ging es nur gegen Herbert, Don, Tedora und H.J.W.

Und jeder, der dort schreibt, gibt sich auf das Niveau dieser (hier fiel mir kein Wort ein, bitte selbst einsetzen) herab.

Der Einwurf: "Sie haben sich doch aber verbessert", zieht nicht, denn nach unten war eh kein Spielraum mehr!

Don
Gespeichert
Espatopy
Gast
« Antwort #1 am: August 15, 2007, 05:45:17 »

Teodora,Deine Gedanken sind angekommen.
Ich verstehe sie - und Du hast Dir Mühe gegeben
die richtigen "Radio-Wellen" zu finden.

Der Rahmen -hier - ist mir zu kompliziert,um es auf eine
lange Diskussion ankommen zu lassen...vielleicht eher ´mal persönlich...
aber Du verwechselst m.E. "Freiheit" mit "Anarchie" .
Gesetze sind dazu da , gewisse Rahmenbedingungen zu
erzielen...und dort wo ein rechtsleerer Raum besteht,herrscht
-sofort-Anarchie.
Freiheit die Denunziantentum,Verleumdung,Ehrverletzung
bedeutet....nein diese Freiheit möchte ich nicht.

Ein Forum , dass sich im rechtsleeren Raum bewegt....und
diese -vermeintliche-Freiheit dazu nutzt , Menschen und deren
soziales Umfeld zu "zerstören"....hat n.m.M. jegliche
Existenz-Berechtigung verloren.

Foren sind eine - meist-anonyme Kommunikations-
Plattform....die durchaus eine neue Form der Interaktion zwischen
Menschen ermöglicht.
Wird diese Anonymität jedoch zur Illegalität ....dann muss und
soll Staat und Gesellschaft m.M.n.ihrer Verantwortung gerecht
werden....und diese Illegalität verhindern.
Deine Freiheit ist vielleicht nicht "meine Freiheit"...aber
auf eine auf anarchischem Verhalten begründete Freiheit
möchte ich gerne verzichten!
Gruss!
Gespeichert
Tedora
Gast
« am: August 15, 2007, 12:50:40 »

Meine Meinung zur Forum oder HP-Schliessungen und Verbot von Meinungen jeglicher Art.


Ich habe lange nachgedacht ob ich mich dazu äussern soll und ob ich überhaupt in der Lage sein werde, es so rüber zu bringen wie ich es auch auch meine..  Ich versuche es dennoch und gebe mir Mühe. Ich hoffe, es gelingt mir. Die grosse Freude von Personen über die Schliessung von antiabzockerforum ist auch mir nicht verborgen geblieben und habe davon erfahren. Das Ereignis war für mich mehr als eine Schliessung eines Forums und, genau darüber habe ich heute viel nachgedacht.

Natürlich ist es nicht schön, dass Menschen in der Öffentlichkeit mit Annahmen über sich konfrontiert werden, die nicht der Wirklichkeit entsprechen, Wirklichkeit- egal aus welchen Gründen auch vielleicht stark verzerrt, verstellt wiedergeben, ob bewusst oder unbewusst sei mal dahin gestellt oder einfach erfunden sind. Natürlich verstehe ich auch, dass Niemand so etwas gerne sieht und es am liebsten wieder weg haben möchte..Das ist sehr menschlich und ist kein Makel.

Es gibt viele Möglichkeiten um solche Vorkommnisse für sich zufriedenstellend zu regeln: Je nach persönliche Stärke mit sowas umzugehen, einfach ignorieren und sich nicht damit abgeben,  die realistischer Einschätzung der Reaktion von Forum oder HP-Betrieber vorausgesetzt,  höfflich bitten es zu korrigieren oder zu unterlassen, den Provider darüber zu informieren oder  mit Anwälten und verfügbaren Rechtsmittel aktiv dagegen angehen.  Es kann je nach Sachlage auch  Entfernung von Beiträgen oder gar die Schliessung von Foren oder Webseiten erreicht werden, wenn Menschen Affinität zu solchen Aktivitäten haben oder viel Zeit, Langeweile, Spass, Zorn, begründete Existenzängste...  was immer...  Gerade Personen, die sich öffentlich bewegen, müssen sich unbedingt bewusst sein, dass sie auch Kritik ernten können. Damit kann man entweder leben oder soll sich nie in die Öffentlichkeit begeben. Bisschen Schwanger geht ja auch nicht, also mit allen event. Risiken, die Vorteile wahrnehmen oder völlig zurückgezogen um unangreifbar zu bleiben.

Angenommen kommt es tatsächlich zur vorübergehende oder entgültige Schliessung...

Was bedeutet das ganze aber im Kern und was für Folgen hat sowas für uns alle wirklich? Alle, die von sich vollmundig behaupten erwachsen und mündig zu sein, die Demokratie prädigen aber sich lauthals über die politisch-staatlichen Einschränkungen und/oder Kontrollen im privatem Bereich beschweren?

Setzt Demokratie nicht gleichzeitig voraus, dass Bürger mündig sind und in der Lage sein sollten, die Wahrheit eigenständig zu erkennen?

Wie soll es den bitteschön funktionieren, demokratisch zu sein aber, wenn es "eng" wird, nach praktischen Einschränkungen durch autoritärere Instanzen zu rufen?

Wenn man sich über solche Einschränkungen durch Autoritäten freut, macht man sich nicht selbst freiwillig klein und unmündig?

Grosse Freude, weil unsere Namen nicht mehr in Forum von Robin Hood&Co zu lesen sind? Was ist damit, wenn ich aber jetzt behaupte unser einzig und echter Gewinn mit so einer Massnahme ist und kann nur auch unsere freiwilliges Ja und aktive Mithilfe auch zur unsere eigenen Freiheitseinschränkung in die Zukuft sein!  Also meine Antwort darauf lautet und lässt sich nur als eine ernste Frage formulieren. Kann man sich über so etwas, ich meine als überzeugter Demokrat überhaupt freuen?

Ich las mal einen schönen Satz, der lautet so: Mimosenschutz ist eine Attacke auf die Freiheit.

Ja, so sehe ich es auch und ergänze: Wir als freiheit liebende Menschen müssen endlich lernen mit der Freiheit auch klar zu kommen und auch verstehen, dass die Kehrseite von Freiheit auch andere Meinungen, andere Lebensphilosophien, andere Einstellungen und auch die Freiheit für andere, nämlich uns kritisch betrachten zu dürfen beinhaltet!  Wie jeder mit der Ausübung seiner Kritik umgeht  bleibt nur Geschmacksache, über die man event. diskutieren kann, aber noch immer kein Grund ihm den Mund zu verbieten, wenn man in einer Demokratie leben möchte.

Mündige Bürger sein ist auch:

Selbst entscheiden, woran man glauben möchte

Nicht aus Faulheit Dinge einfach zu konsumieren, die einem serviert werden ohne sich über dessen glaubwürdigkeit eigene Gedanken zu machen.

Das gilt nicht nur für Webseiten oder Foren, das gilt für gesamte Nachrichtenflut die uns erreichen..

Über Online Durchsuchungen, über paranoide USA, über Vorschläge von Herrn Schäuble empört zu sein, aber über eine unbeliebte Forumschliessung  sich freuen passen nicht zusammen, wenn man sich mündige Bürger nennt und seine Freiheit behalten möchte. Freiheit ist vollkommene Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, sie setzt voraus unbedingt eigene Hirnzellen effektiv zu nutzen, erst selbst eine glaubwürdige Persönlichkeit zu sein und es vorzuleben. Alles andere ist Phrasendrescherei.

Liebe Grüsse aus Asuncion

Tedora
Gespeichert
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