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Autor Thema: Spanien – Alternative zu Paraguay?  (Gelesen 493 mal)
stadtmusikant
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« Antwort #7 am: April 13, 2010, 07:01:03 »

Moin Santiago,

danke für die Antwort und die Links. Werden uns Mexico mal vormerken.

Chefin guckt im Augenblick

Atrevete a sonar
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santiago
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« Antwort #6 am: April 13, 2010, 06:39:09 »

Hola Stadtmusikant,

dass Du gerade zur falschen Zeit am falschen Ort in Mexico bist - dieses Risiko bleibt sehr gering. Das spielt sich alles im Norden an der Grenze ab ....  so wie letztes Wochenende, wo ein Narco-Kartell es wirklich mal anstaendig krachen liess u. in der Grenzstadt Nuevo Laredo das U.S. Konsulat angriff, man war aber anstaendig, machte es in der Nacht u. warf ein paar Handgranaten gegen das Konsulats-Gebaeude ..... Man wollte den Gringos sagen, die sich in der letzten Zeit immer mehr in die "Drogenpolitik" hier einmischen wollen "hasta aquí cabrones" Sollen die Gringos doch mal ihre Suechtigen weg sperren, oder noch besser ihre Zollmannschaft an der Grenze auswechseln. Wie kommen denn die Drogen Tonnen rein in die USA, sind die Grenz- u. Zollbeamten Mexicaner oder Amerikaner .... Grin

Mexico ist wirklich ein wunderschoenes Land, die letzten 20 Jahre hat sich wirklich eine Menge getan. Man sieht immer mehr Reichtum, die Staedte u. Doerfer werden auf der einen Seite immer moderner, auf der anderen Seite werden Altstaedte so saniert u. renoviert, dass das typisch mexicanische ihren Charakter behaelt.  Die Leute hier sind gut, schlecht nur fuer Einwanderer, welche meinen sie waeren den Menschen hier ueberlegen. Mexicaner sind sehr nationalistisch, stolz Mexicaner zu sein, in den letzten 20 Jahren hat sich auch mit den Schulen eine Menge getan. Klar, Privatschulen u. Privat-Unis, teuer, aber auch jeden Tag mehr Leute, die sich sowas fuer ihre Kinder leisten  koennen. Guter Mittelstand, nicht nur materialistisch, auch intellektuell u. kulturell.....

Und die Telenovelas, si hombre ......   Wink

zur 200 Jahr Unabhaengigkeitsfeier macht TELEVISA gerade Spots ueber ein paar Estados, wirklich ein Augenschmaus ....  Man versucht Mexico so vorzustellen, wie es fuer die Mexicaner eigentlich ist, mystisch ....

die Schokoladenseite

aus Chihuahua

http://www.youtube.com/watch?v=IXYZoDrIPDU&feature=related



und aus Sinaloa:

http://www.youtube.com/watch?v=XsdDyJJPDeA


und ganz neu:

aus dem Bundesland Oaxaca im Suedwesten, sowohl Pazifik, als auch Teil der Sierra Madre, dort gibt es Monte Alban eine Temeplstadt welche ca. 800 vor Chr.von den Olmeken erbaut worden ist. 200 nach Chr. lebten dort bereits 20,000 Menschen. Und 1000 nach Chr. wurde die Stadt von den Zapoteken ploetzlich aufgegeben, beim Eintreffen der Spanier war Monte Albán bereits verlassen



http://www.youtube.com/watch?v=qUcOjN4gRKw&NR=1

saludos

ps. welche Telenovela habt Ihr gerade ?



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stadtmusikant
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« Antwort #5 am: April 12, 2010, 10:57:17 »

Moin Santiago,

bei den Nachrichten über die Kämpfe der Drogenarmeen untereinander und gegen die Polizei und andere Sicherheitskräfte besteht für mich eine größere Wahrscheinlichkeit zur flaschen Zeit am falschen Ort zu sein.
Mexico kenne ich noch nicht. Meine Frau wäre auch interessiert, wegen der tollen Telenovelas von dort.  Huh
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santiago
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« Antwort #4 am: April 12, 2010, 05:43:42 »


Aber nehmen wir mal den normalen deutschen Rentner.
Rente zwischen 1000 und 1500 Euro.


bei diesem Betrag kann man auch an Mexico denken, z.B. am Chapala See, wo tausende von U.S. Amerikaner u. Kanadier wohnen u. sich sehr wohl fuehlen.

Nur mal so, um ein paar Zahlen zu waelzen, ich bin gerne bereit mal ueber die Kosten zu reden .....

bzgl. Sicherheit, der ganze Wahnsinn spielt sich zwischen den Drogen-Kartellen untereinander oder gegen das Militaer ab, Rentner haben nichts zu befuerchten u. noch weniger in den Kleinstaedten am See, der nur 40 km von Guadalajara entfernt liegt, die zweitgroesste Stadt Mexicos mit hohen kulturellen Angeboten.

saludos
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Don Holiday
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« Antwort #3 am: April 12, 2010, 01:52:38 »


Warum sollte Spanien - trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten - nicht als Alternative (u. a. zu PY)
herhalten können?
Immerhin ist die weit überwiegende Mehrheit deutscher Residenten (in ihrem jeweiligen Gastland) ja
eh nicht auf Arbeitssuche.
Und wer sich aktuell mit Auswanderungsplänen befasst, muss den span. Crash mit deutlich nachgebenden
Grundstückspreisen, doch keineswegs als Nachteil werten.


Ich seh' das Gesamtpacket.

Hat man genuegend Geld, kann man sich in vielen Laendern der Welt sauwohl fuehlen.

Aber nehmen wir mal den normalen deutschen Rentner.
Rente zwischen 1000 und 1500 Euro.

In Deutschland:
Kosten fuer Lebensmittel die niedrigsten aller westeuropaeischen Staaten.
30% billiger als in Spanien.
Eine Krankenversicherung von der ein Spanier nur traeumen kann.
Auch als Kassenpatient ein Spitzensystem!
(Hier muss ich mal anfuehren, dass man erst in der Ferne dieses deutsche System zu wuerdigen versteht.)
In Spanien sind 20 Stunden im Wartesaal eines staatlichen Krankenhauses bei einem Herzinfarkt keine Ausnahme (je nach Region) und dann anschliessend 9 Monate auf den Termin fuer die Bypass-OP warten, auch.
Wer es sich leisten kann, hat zusaetzlich eine private KV, mit der man in privaten Krankenhaeusern ohne Wartezeiten behandelt wird.
Ich nehme mal an, Du auch, JustNow.
In DE laesst es sich vernuenftig leben.
ZB in der Innenstadt von Berlin brauchst Du keine Auto.
Alles: Theater, Kino, Restaurant, Laeden zu Fuss erreichbar.

In Spanien:
Essen teurer, KV schlecht.
In den zu schnell hochgezogenen Urbanisationen der letzten Jahre – und da sind ja die deutschen Einwanderer – schlechte Infrastruktur.
Schlechte Verkehrsanbindung, Schulunterricht im Container.
Die Politiker fuehlen sich fuer die von Auslaendern bewohnten Urbanisationen nicht zustaendig.
Sie kassieren zwar die tollen Steuern, geben sie aber lieber unter ihren Waehlern in den kleinen Staedten aus.
Die Strassen in den Urbanisationen verkommen, in den Staedten entstehen mit dem Geld der Auslaender wahre Prunk-Alstaedte.
Jedoch meilenweit von den Urbanisationen entfernt.
Jetzt kam die weltweite Finanzkrise, die spanische Immobilienkrise und in den naechsten zwei bis fuenf Jahren die spanische Finanzkrise.
Noch weniger Geld fuer Schulen, Strassen, die staatliche Krankenversicherung – zu der uebrigens auch die deutschen Rentner in Spanien gehoeren.
Auf den Kanaren kann es etwas anders aussehen, aber ich glaube nicht, dass die Lebensmittel (bis auf einige kanarische) billiger sind als auf dem Festland.

In Paraguay:
Der durchschnittliche deutsche Rentner lebt in PY auf hoeherem Niveau.
Empleada, Gaertner, essen gehen.
Sorgenkind ist die Krankenversicherung.
Aber da haben wir schon mehrfach drueber gesprochen: Im Ernstfall geht der Flieger nach DE.

Arbeit:
In Spanien derzeit unmoeglich, in PY sehr sehr schwierig, in DE auch schlecht, aber von diesen drei Laendern immer noch am „besten“.

Immo-Kauf:
Trotz der Krise in Spanien sind die Schnaeppchen rar gesaet.
Ich glaube von den Banken und den Makler werden die Preise kuenstlich hoch gehalten.
In DE (jetzt mal speziell in Berlin) waren die Immo-Preise am Boden.
Auch die Mieten.
In Wilmersdorf oder Charlottenburg konnte man Wohnungen fuer 20-30.000 Euro ersteigern.
Mieten ab 200 Euro.
Aber die Talsohle ist seit einem Jahr durchschritten, die Preise ziehen an.
In PY bekommt man immer noch fuer konkurrenzlos niedrige Preise Grundstuecke und Haeuser.
Ein Bekannter hat gerade fuer 100 Euro ein Haus mit Poolbenutzung (nur er und der Vermieter) gemietet. Inkl Wasser, aber Strom separat.

Don H
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JustNow2
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« Antwort #2 am: April 12, 2010, 01:00:23 »


Spanien – Alternative zu Paraguay?

Was Spanien anbelangt, denke ich auch, dass die Talsohle noch nicht erreicht ist.
Dennoch ist mir die obige Fragestellung nicht ganz eingängig.

Warum  sollte Spanien - trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten - nicht als Alternative (u. a. zu PY)
herhalten können?
Immerhin ist die weit überwiegende Mehrheit deutscher Residenten (in ihrem jeweiligen Gastland)  ja
eh nicht auf Arbeitssuche.
Und wer sich aktuell mit Auswanderungsplänen befasst, muss den span. Crash mit deutlich nachgebenden
Grundstückspreisen, doch keineswegs als Nachteil werten.

Wie aber steht es um sonstige Lebenshaltungskosten?
Nach meiner Kanaren-Erfahrung ähnlich wie in D.
Und in PY?
.... ist manches billiger. Aber doch längst nicht so, wie es aufgrund der Einkommenssituation sein müßte!

Wer ein, zwei mal im Jahr nach D. fliegt, im Raum ASU essen geht, auf Security, ein etwas "besseres" Auto,
vielleicht ja auch schnelleres (als das schneckengleiche) Internet nicht verzichten will, kommt angesichts
teils üppiger Preise, aus dem Staunen nicht raus.

Nun will ich nicht stöhnen, meine aber, dass es längst schon an der Zeit ist, sich Klarheit darüber zu
verschaffen, dass das Leben in PY keineswegs sooo konkurrenzlos günstig ist.

Aber vielleicht ist dieser Umstand ja auch nicht das Kriterium. Vielleicht mögen wir PY aus ganz anderen
(nicht mit dem Rechner zu erfassenden) Gründen ....

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aisa
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« Antwort #1 am: April 12, 2010, 11:39:18 »

Es gibt aber immer noch Leute die glauben in Spanien kann ma besser leben als hier.

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Don Holiday
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« am: April 12, 2010, 10:12:28 »

Bevor wir hierher kamen, lebten wir ein paar Jahre in Spanien.
Wir und unsere Kinder arbeiteten dort, gingen zur Schule oder haben studiert.
Dann kam die weltweite Finanz-Krise.
Mit ihr der komplette Zusammenbruch des spanischen Immobilienmarktes.
Am Mittwoch in ZDF „Frontal“: 1.600.000 Wohneinheiten leer und unverkaeuflich.

Also was haben wir jetzt in Spanien?

1. Durch die Finanzkrise kommen nicht mehr die Deutschen, Englaender  und Skandinavier, die die Wirtschaft in Spanien durch ihre Euro/Pfund erst angekurbelt haben.
Im Gegenteil, viele muessen ihre Immos in Spanien verkaufen, weil sie das Geld in ihrer Heimat brauchen

2. Durch Finanz- und Immobilienkrise 30% Arbeitslosigkeit, in den typischen Auslaenderregionen Costa Blanca (Valencia bis Murcia) und Costa del Sol (Malaga bis Gibraltar) gerne auch mal 50% Arbeitslosigkeit.

3. Aber der Hammer kommt erst noch!
Waehrend in DE und anderen mittel- und nordeuropaeischen Laendern der Aufschwung so langsam wieder einsetzt, rutscht Spanien so langsam da rein, wo sich Griechenland schon befindet.
Das bedeutet, dass mindestens drei bis fuenf weitere Jahre die wirtschaftliche Abwaertsspirale ihre vernichtende Arbeit macht!
Arbeitslosigkeit wird weiter steigen.
Die Menschen werden weiter weniger Geld haben.
Selbst bei den derzeit niedrigen Zinsen werden keine Immos gekauft.
Die Restaurants werden weiterhin zu zehntausenden schliessen.
Die Mittel- und Nordeuropaeer gehen weiterhin zu zehntausenden zurueck in die Heimat.

4. Die Preise fuer Lebensmittel liegen bei 150% der deutschen Preise.
Ein deutscher Rentner lebt zZ billiger in DE als in E.
Als ich nach Spanien ging, rechnete ich aus, dass ich in E nur 40% des Geldes brauchte, meine Leben so zu fuehren, wie ich es in DE gefuehrt hatte.
Der Euro war fuer Spanien ein echter Teuro.

5. Auf lange Zeit hinaus wird Spanien als das „Florida Europas“ (Heimat der europaeischen Rentner) ausgedient haben. Und keine Besserung in Sicht! Im Gegenteil!

Also, ergo, eo ipso: Kein Spanien in den naechsten Jahren.

Ich habe das so aehnlich 1990 in Spanien schon mal erlebt.
Der Immo-Markt ist total zusammen gebrochen.
Die Banken gaben keine Kredite und Hypotheken mehr.
Die Englaender waren mal wieder Pleite, das Pfund am Boden und sie mussten ihre Immos in E verkaufen.
Die Deutschen kuemmerten sich um die Wiedervereinugung und zogen ihre Werte auch aus E ab.
Da brach alles zusammen – so wie jetzt!

Aber es ist doch ein Riesenunterschied zu den derzeitigen Problemen.
Die Probleme waren auf Spanien konzentriert.
Das Land war nicht sooo verschuldet.
Die Arbeitslosigkeit nicht sooo hoch.
Spanien nicht sooo von den Nordeuropaeern abhaengig.

Ich sehe derzeit keinen Silberstreif an Spaniens Horizont.
Eher noch ein ganzen tiefes Abrutschen, das in einem Desaster enden kann.

Don H
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