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Autor Thema: Belgisches Ehepaar in Piribebuy ermordet  (Gelesen 1723 mal)
JustNow2
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« Antwort #27 am: März 08, 2010, 10:51:03 »


Hallo Konstruktuer!
Hallo Don!

Nach meinem Verständnis gehts nicht vorrangig darum, dass man "überall" beklaut werden
kann/wird.
Höchst ärgerlich zwar, aber (meist) noch zu verschmerzen

Im Gegensatz dazu haben wir es bei diesem Thema mit etwas viel schlimmerem, mit nicht zu toppender Gewaltkriminalität (der sich kaum etwas entgegen setzen lässt) zu tun!

Deshalb ist die von Santiago gegebene Empfehlung, einer Annäherung an eine urbane Gemein-
schaft, die wohl bestmögliche, wenngleich nicht in jedem Falle praktikable Lösung, weil pers. Lebensumstände (auch eingegangene Engagements) eine Kehrtwendung nicht immer zulassen.

JustNow
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Don Holiday
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« Antwort #26 am: März 08, 2010, 09:38:33 »


Aber es muesste doch Viertel geben, wo die Geschaeftsleute wohnen oder hoehere Beamte, Leute die ihr gutes Geld auf ehrliche Weise verdient haben, die nicht daran denken wie man jetzt den Nachbarn ueberfaellt, Leute die man nach einer Zeit kennt u. gut mit ihnen auskommen kann. Das ist schon mal ein guter Anfang eines "relativen" Schutzes.


Natuerlich gibt es in ASU Viertel, die inzwischen so teuer sind, dass sich Normalos die Grundstuecke und Haeuser nicht mehr leisten koennen.
Nur gibt es auch da zwischendurch immer wieder leere Grundstuecke, die zumindest zeitweise mit Huetten bebaut sind.

Ich persoenlich fuehle mich dort nicht sicherer, als bei mir auf dem Land.

In Berlin wohnte ich im teuersten Villen-Viertel und kurz vor unserer ersten Auswanderung haben Rumaenen eines Nachts sieben Haueser mit Betaeubungsgas ausgeraeumt. 200m von unserem Haus entfernt. Die haben sogar alle hochwertigen Autos mitgenommen.

In Spanien wohnten wir auch da, wo der Buergermeister, der Polizeichef und so gut wie alle Geschaeftsleute ihre Villen hatten und das war dann das beliebteste Ziel der Gauner. Eines Tages hat die Guardia Civil einen Burschen aufgegriffen, der hatte einen Plan der Siedlung (ca 2 X 4km), auf dem penibel vermerkt war, wo gabs Hunde, wo Alarmanlagen, wo zuviel Beleuchtung, wieviel Personen (und Alter) im Haus lebten und wann sie im allgemeinen Schlafen gingen.

In PY haetten die Polizisten den Plan vervielfaeltigt und verkauft. In Spanien ist die Guardia eigentlich nicht verdaechtigt.

Ich sehe das hier einfach so, dass wegen der mangelnden Mittelschicht die gated Communities noch nicht gefragt sind.

Don H
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santiago
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« Antwort #25 am: März 08, 2010, 09:11:48 »


Die Nachmieterin bekam in dem Haus 3 mal ungebetenen Besuch und ging zurück nach Deutschland.
Das alles ist dem Newbie ROMAN aber bestens bekannt. 


klar Peter, das ist der Unterschied eines langjaehrigen Auswanderers u. wahrscheinlich der Nachmieterin. Du duerftest die Realitaeten richtig einschaetzen, viele Einwanderer glauben erst mal die Leute in Lateinamerika waeren duemmer als sie, sehen auf sie herab, dann erleben sie ihr blaues Wunder u. gehen wieder zurueck. Ausser Spesen nichts gewesen  Wink



Bei uns auf dem Land, schließen wir nicht mal unsere Haustür ab, wir haben keine hohen Mauern oder Zäune. Unsere Entfernung zum Asphalt beträgt etwa 4 Kilometer, es geht auch anders ....
Vielleicht hat es auch damit zu tun, wie man mit seinen Nachbarn umgeht!?!


eine Frage Konstrukteur, wie alt bist Du (bestimmt nicht ueber 70 wie die Belgier Roll Eyes )  und wieviele Leute wohnen bei Euch im Haus .....  Sich mit den Nachbarn gut zu verstehen ist immer gut, in der "Wildnis" sogar manchmal lebenswichtig, aber bedenke bitte, die Bandidos kommen nicht unbedingt aus der Nachbarschaft, die koennen von weit herkommen u. nach einzeln gelegenen Haeusern Ausschau halten.

Auf jeden Fall Euch alles denklich Gute .....

saludos
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« Antwort #24 am: März 08, 2010, 08:54:29 »

Hallo Santiago,

"Sicher gibt es in Villarrica Viertel wo man selbst am Tage nicht sein Auto parken soll, das weiss er genauso gut u. wuerde es auch bestimmt nicht leugnen"

Richtig. So war es mit unserem ersten Mietshaus. Falsches Barrio, aus Unkenntnis, dort die ersten Erfahrungen mit der Kriminalität gemacht. Neues Miethaus gesucht und gefunden. Dabei aus Erfahrungen gelernt.
Die Nachmieterin bekam in dem Haus 3 mal ungebetenen Besuch und ging zurück nach Deutschland.
Das alles ist dem Newbie ROMAN aber bestens bekannt. 
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« Antwort #23 am: März 08, 2010, 08:16:08 »

Es ist doch wie überall, es gibt Gegenden da ist mehr Kriminalität als anderswo. Bei uns auf dem Land, schließen wir nicht mal unsere Haustür ab, wir haben keine hohen Mauern oder Zäune. Unsere Entfernung zum Asphalt (Sorry Santiago) beträgt etwa 4 Kilometer, es geht auch anders!
Vielleicht hat es auch damit zu tun, wie man mit seinen Nachbarn umgeht!?!

Gruss

Konstrukteur

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santiago
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« Antwort #22 am: März 08, 2010, 07:55:30 »

Na das ist ja wieder ein Meisterstück: mittels seiner drei minimalistischen Kommentare schafft es ein Schreiber doch tatsächlich den Lesern dieses Forums zu suggerieren, daß Villarrica eine kleine aber feine und völlig unbetroffene Insel inmitten Paraguay's sei, auf der -wenn überhaupt- nur Kleinstkriminalität in ganz bescheidenem Maße existiere.



Hallo Roman,

so wie ich auch die drei minimalistischen Kommentare von Stadtmusikant lese, kann ich nirgends sehen dass er Villarrica  als  kleine aber feine und völlig unbetroffene Insel inmitten Paraguay's beschreibt. Vielleicht hast Du da zuviel rein interpretiert ......

Stadtmusikant schrieb, dass fuer ihn, sich auf den momentanen threads dieses Themas bezogen deshalb "eine Stadtwohnung mit funktionierender Nachbarschaft in Frage kam".

"dass er nicht mit einer Pistole geschuetzt sein Abendessen einnehmen muss"

und "Villarrica / Independencia hat in den letzten zwei Jahren einen schlechteren Ruf bekommen".


Er wohnt dort u. hat die Lage um diese Gegend fair u. wahrheitlich beschrieben. Warum Werbung? Ich denke mal Stadtmusikant der einige Jahre mehr diese Gegend kennt wie manch anderer Einwanderer weiss von was er redet. Er sagt er wohnt in einem Viertel, wo er sich durch eine gut funktionierende Nachbarschaft (relativ) sicher fuehlt.  Was ist denn da so schlimm daran ?

Sicher gibt es in Villarrica Viertel wo man selbst am Tage nicht sein Auto parken soll, das weiss er genauso gut u. wuerde es auch bestimmt nicht leugnen.

Ich denke bei Deinem posting spielen da eher persoenliche Sachen mit, ist es nicht so .....


 
ganz Lateinamerika ist ein Pulverfass aber es gibt in jedem Land Teile, Colonias, Strassen, Viertel wo man gut lebt oder wo sich die Hoelle auf kleinstem Knopfdruck oeffnen laesst.



@Don, jetzt moechte ich Dir noch was schreiben was bei uns in der Colonia von regulaerer Polizei, bewaffnet mit AR-15 u. mit nagelneuen Ford F-250 Pickups die letzten 12 Monate passiert ist. Muss aber dazu sagen, in den letzten 14 Jahren gab es bei uns in der Colonia nur 3 Einbrueche: NICHTS. Ploetzlich 2009:  Einbrueche in 4 Haeuser, normale Diebstaehle keine Opfer. Es wurden Gaertner oder Maurer verdaechtigt, ohne genau zu wissen WER. Alle Arbeiter hier koennen ab 7 a.m. die Colonia vor der Nase der Polizei betreten, werden auf einem Papier erfasst u. muessen spaetestens um 19.00 wieder draussen sein. Mit Gaertnern u. andern Arbeitern duerfte es sich taeglich um die 200 Leute handeln. Letzter Einbruch letzter Oktober, in einem Haus das tagsueber leer stand wurde eine Uhren-Kollektion von Schweizer Armbanduhren gestohlen. Zwei Tage spaeter hatte man die Taeter, ein paar Arbeiter die irgendwem einen neuen Kanal gruben. Festgenommen, ins Gefaengnis, nach einer Woche waren sie wieder frei.... Mexico magico ....  Muss auch betonen, der Chef der Kriminalpolizei von Guadalajara wohnt auch hier.

Dann was schlimmes letzten November. Der Gaertner vom Nachbarn gegenueber, einem Ex-Buergermeister von GDL. Junger Typ, ich kannte ihn vielleicht seit zwei Jahren, nicht sehr freundlich, Macho-Typ. Der fuhr mit seinem Helferein abends nach Hause den Weg runter. Sein Helfer ein Junge mit 19 Jahren. Der Gaertner hatte einen aelteren Mini-Van. Auf dem Weg innerhalb der Colonia sahen sie wie eine muchacha die bei einem Nachbarn seit Jahren arbeitete zu Fuss runter ging. Die beiden Jungs hielten an u. fragten die Frau, sie war 63 Jahre alt ob sie sie bis in das Dorf runter mitnehmen sollten. Die Frau willigte ein. Raus aus der Kolonie, sprang der 19 jaehrige auf den Ruecksitz zur Frau u. fing an ihre Kleider runter zu reissen. Die Frau wehrte sich verzeifelt, der Typ schlug ihr einen Schraubenzieher ins Gesicht u. sie verlor im Auto ein Auge. Der Gaertner fuhr abseits, beide vergewaltigten die schwer verletzte Frau, dann erstoch er sie mit einem Messer. Die Polizei ermittelte, bei uns in der Kolonie wurde begonnen, ein paar andere Gaertner sagten aus wie die Frau zu den beiden in den Van gestiegen ist. Hausdurchsuchung, der TYp hatte immer noch die Hausschluessel von dort wo die Frau arbeitete. Wahrscheinlich war der Plan auch dieses Haus zu ueberfallen. Einer ist im Gefaengnis der andere schon wieder frei. Zwar nicht mehr bei uns in der Kolonie, aber frei .....

Das ist das Problem in ganz Lateinamerika: Verbrecher, egal ob Diebe, Raeuber oder Moerder. Jeder lacht ueber die Polizei u. die Justiz. Jeder macht das was er will ......

Trotzdem in unserer Kolonie sind wir relativ sicher, ich sage ruhig sehr relativ sicher, es gibt auch andere Viertel ....

saludos

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« Antwort #21 am: März 08, 2010, 07:30:18 »

Ich danke dem Vorschreiber für seine offenen Worte. Leider sagt er nicht wer er ist. Würde mich gerne mit ihm auf Augenhöhe unterhalten.
Vielleicht per Mail?
Meine Blog wurde jedenfalls genau gelesen.
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« Antwort #20 am: März 08, 2010, 06:29:00 »

Na das ist ja wieder ein Meisterstück: mittels seiner drei minimalistischen Kommentare schafft es ein Schreiber doch tatsächlich den Lesern dieses Forums zu suggerieren, daß Villarrica eine kleine aber feine und völlig unbetroffene Insel inmitten Paraguay's sei, auf der -wenn überhaupt- nur Kleinstkriminalität in ganz bescheidenem Maße existiere.

Würde man ihm diese Suggestion vorwerfen wollen, würde er sicher kontern, daß er die Kriminalität keinesfalls herunterspielen wolle - bei ihm ist ja zu seinen villarricainischen Anfängen auch mal eingebrochen worden, ein paar Gartenmöbel wurden ihm geklaut (da war doch mal sowas) - und er habe doch tatsächlich darüber in seinem Blog berichtet - jetzt taktisch klug den Link zum Blog als Beweis der Neutralität!

Herr Peter Kluth - ich ziehe den Hut vor Ihnen!
Trotz besseren Wissens locken Sie unvermindert weiter Auswanderungsinteressierte nach Paraguay - nur um des schnöden Geldes willens!
Es ist unglaublich, wie Sie es immer wieder auch mittels Ihrer gespielten Uneigennützigkeit schaffen, die Tatsachen für Ihre Zwecke zu beschönigen, verdrehen oder noch besser: ganz zu unterschlagen!
In dieser Kunst sind Sie sicher einer der Besten - und skrupellosesten!

Zunächst einmal läßt sich leicht feststellen, daß um Villarrica herum keine hohe Mauer gezogen ist, man also getrost das Umland mit einbeziehen darf bei Überlegungen, ob eine Gegend sicher oder unsicher sei. (Schließlich spielt sich das eigene Leben ja nicht nur in den Grenzen der fiktiven Stadtmauern ab....)

Darüber hinaus läßt sich klar feststellen, daß selbst heute noch, also ganz aktuell, auf den Seiten des Auswärtigen Amtes eindringlich vor Reisen in die Gegend um Villarrica gewarnt wird:

"Als besonders gefährlich gelten derzeit Ciudad del Este, das Grenzgebiet zu Brasilien und Argentinien sowie die Gegend um Villarrica."
Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Paraguay/Sicherheitshinweise.html

(Vermutlich hat das Auswärtige Amt Villarrica explizit ausgenommen und tatsächlich nur die Gegend um die fiktive Stadtmauer gemeint - oder sind die auf dem Amt einfach zu blöde und desinformiert...?!?!)

Und darüber hinaus kann ich Ihnen, Herr Kluth, und auch den hiesigen Forumslesern versichern, daß ich alleine von mindestens 26 Überfällen IN VILLARRICA SELBST aus den letzten knapp 1,5 Jahren aus erster Hand weiß.
Bei allen ging es glücklicherweise glimpflich aus: "nur" Geldverluste (von 1 Million bis 95 Millionen Guaranies alle Summen vertreten!) und kleine Blessuren -wie Fingeramputationen zum Preisgeben des Geldverstecks- waren zu vermelden.

Viele Geschäfte und Privatpersonen, die es sich annähernd leisten können, einen Bodyguard zu bezahlen, haben inzwischen um einen solchen "aufgerüstet"!

Wenn man die Gegend um Villarrica noch hinzu nimmt (keiner sperrt sich freiwillig den ganzen Tag und die ganze Nacht in die "Stadtmauern" ein), kommt man auf erheblich andere Zahlen und vor allem auch auf schlimme Verletzungen der Opfer, bis hin zu mehrfachen Todesfällen!

Es trifft dabei bei weitem nicht nur Deutsche - es trifft mindestens genauso häufig Einheimische selbst!

Und zu allem Unglück eines Überfalls werden die Täter von der Polizei meist nicht ernsthaft verfolgt: es werden an den Tatorten i.d.R. keinerlei Fingerabdrücke abgenommen, geschweige denn andere Beweismittel sichergestellt.
Oftmals bedient sich die Polizei gerade selbst nochmal, da ja die Opfer in solcher Aufregung sind, daß sie es in dem Moment kaum bemerken werden.
Sollten Täter gefasst werden, werden zwischen Polizei und Täter Absprachen solcherart getroffen, daß es zu keiner Verhaftung kommen kann.

In Villarrica gibt es einige Familien, die in ihren Stadteilen bekannt dafür sind, sogar auf Bestellung Diebstähle auszuführen. Diese Personen haben meist schon dicke Akten bei der Staatsanwaltschaft liegen und laufen trotzdem frei herum. Sie haben auch keine Skrupel Waffen einzusetzen und die Opfer nicht nur um Sachdinge zu schädigen!

Ein Großteil der einheimischen villarricainischen Bevölkerung ist ob dieser Sachlage sehr gefrustet und verdrossen.
Leider haben auch sie keine Lösung des Problems parat.


Hinter diesem Hintergrundwissen muten Ihre Zeilen als absoluter Hohn an ODER müssen derart gedeutet werden, daß Sie befürchten, Ihr Geschäft werde unter solchen negativen Schlagzeilen erheblich leiden.
Und damit sind wir wieder beim Anfangspunkt: Sie suggerrieren den Lesern bewußt ein rosa-rotes-Wolke-Leben in Villarrica - aber NUR in Villarrica - denn da und dann machen Sie ja auch Ihre verdeckten Provisions-Geschäfte!

Mit freundlichen Grüßen
und Ihnen, Herr Kluth, für die Zukunft etwas mehr Durchblick,
Roman
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« Antwort #19 am: März 08, 2010, 03:28:07 »


Solche "Gated Communities" gibt es in PY nur ein paar.
Hier ist die Mittelschicht zu duenn. Die Reichen leisten sich eben Wachpersonal.


da ist allerdings ein Unterschied Mx-PY. Hier die Mittelschicht (von sehr guter bis Mittel-Mittel) sind ungefaehr 40%. In den Staedten wie in den Doerfern. Ich rede aber hier vom Zentrum des Landes bis rauf in den Norden. Der Sueden ist aermer ...



Ich wuerde auch gerne in der "gefuehlten Sicherheit" mit hundert anderen Mittelklasse-Familien mit mittelgrossen Grundstuecken und huebschen Haeusern leben. Aber sowas gibts hier nicht.


Aber es muesste doch Viertel geben, wo die Geschaeftsleute wohnen oder hoehere Beamte, Leute die ihr gutes Geld auf ehrliche Weise verdient haben, die nicht daran denken wie man jetzt den Nachbarn ueberfaellt, Leute die man nach einer Zeit kennt u. gut mit ihnen auskommen kann. Das ist schon mal ein guter Anfang eines "relativen" Schutzes.



In der Stadt sind die Verhaeltnisse einfach zu unuebersichtlich. Die Diebe steigen von Haus A ueber die Mauer zu Haus B und von da auf das Garagendach von Haus C um dann in das Schlafzimmerfenster von Haus D einzudringen.

Da stehen dann zwei Diebe ploetzlich in Deinem Hintergarten.



das kann ueberall passieren, aber in der Stadt, ist man sicherer als in "den Bergen, relativ alleine" In der pampas haben Banditen alle Zeit der Welt, wenn das Haus  eine Mauer hat noch besser fuer Raeuber, sie sind abgeschirmt nach draussen, keiner kann rein schauen. Sie haben theoretisch Stunden, die Einwohner samt dem Hauspersonal zu vergewaltigen u. sonst noch alles was ihnen in den Sinn kommt u. ihnen anschliessend die Kehle zu durchschneiden. Ein Einbruch oder Ueberfall in einer Strasse wo Nachbarn sind ist es fuer sie risikoreicher, das wissen sie .....



Aber selbst wenn Du in einer Anlage unter Deinesgleichen wohnst: Eine Anlage am Sanber-See, bewohnt von Deutschen, vielleicht 20-30 Haueser, war vorletztes Jahr Schauplatz eines Ueberfalls. Als Polizei getarnt kamen vier Gangster, fesselten in Sekundenschnelle drei Arbeiter, zwei Gaeste den Chef und seine Frau. Unter Androhung von Gewalt erbat man den Schluessel vom Safe und nahm noch ein paar Wertgegenstaende mit.



Wahrscheinlich hatte das Haus hohe Mauern. Schlecht, weder Nachbarn noch Passanten koennen sehen, was hinter der Mauer ablaeuft. Hier geht man wieder auf hohe Gitterstaebe schoen vom Kunstschmied gefertigt, 3 Meter hoch, u. zwei Hunde im Garten. Man ist nicht "abgeschnitten"



Wahrscheinlich hatte ein Bediensteter geplaudert ....


das ist auch ein grosses Problem. Lassen wir mal den Bediensteten gut sein. Hat sogar eine gute "Treue" zu seinen Chefs. Aber er kann Brueder haben oder Vettern die ohne Skrupel was drehen wollen. Die reden mit ihm, er fuehlt sich dann zwar "schlecht" aber die Familie geht immer vor, er gibt die Infos die sie brauchen u. ist an dem Tag wo die Sache ablaeuft dann sicherlich "krank".




Die "gefuehlte Sicherheit" ist in meiner Gegend gross - fuer mich.


das freut mich echt fuer Dich Don, aber analysiere mal mehr. Ist Deine "gefuehlte Sicherheit" vielleicht nur ein Gefuehl der Bequemlichkeit raus, man hat ja immer so viele Sachen im Kopf, da schiebt man solche Sachen lieber zur Seite "wird schon nichts passieren" oder hast Du schon mal daran gedacht wie einfach es fuer Banditen doch waere ......

Dann kommt noch was dazu was ein Einwanderer wenig denkt: Paraguayer sind dort geboren, sind unter ganz anderen Umstaenden aufgewachsen wie ein auslaendischer Einwanderer. Sie koennen haerter sein, bestimmt aermer aber sie sehen ihr Land als "ihr Land". Ploetzlich ein neues Haus auf dem Feld, abseits der Strasse, wenn sie dort etwas machen (fuer einen Europaer total verabscheungswuerdig) fuer sie etwas "normales", einer arbeitet vielleicht nebenher als Mechaniker u. hatte schon Begegnung mit einem Auslaender, der ihn total arrogant behandelte u. ihm vielleicht einen halben Dollar Trinkgeld gab u. glaubte der andere muesste ihm jetzt dafuer dankbar sein ....  Einen Gringo umzulegen, da braucht man nicht mal dafuer beichten ....




Ich habe mich schon vor ueber einem Jahr entschlossen, mein altes Auto nicht gegen ein neues zu tauschen..... .  Mein Wunsch nach einem Touareg ist begraben.



Das ist jetzt schon Dein erster Preis den Du bezahlst. Ein Auto das eigentlich Dein Recht ist wenn Du ihn haben willst  u. auch kaufen koenntest musst Du jetzt schon abschreiben. Das ist doch eine gewisse Frustration, in der "richtigen Nachbarschaft" haettest Du dieses Problem nur noch zu vielleicht 5%.

Und wenn Du nicht in ASU wohnen willst, in PY duerfte es doch sicher schoene Mittel-Staedte zu geben, wo auch PY Mittelstand wohnt ......  

Passieren kann ueberall was, aber man kann Risiken so gut wie es geht ausschalten.


saludos
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« Antwort #18 am: März 08, 2010, 03:01:30 »

Wie? Darf der Don da jetzt schreiben oder zitiert werden?
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Eulenspiegel
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« Antwort #17 am: März 08, 2010, 01:51:06 »

Aber Villarrica / Independencia hat in den letzten zwei Jahren einen schlechteren Ruf bekommen.



Beide haben soviel Gemeinsamkeiten wieder der Don mit dem AA-Forum.  Wink



Eine gewisse Annäherung ist aber schon festzustellen.  Grin
Gibt man ja jetzt zu auch dort zu lesen, was vorher ja verpönt war. Roll Eyes


Information muß halt sein.


Gruß

Eulenspiegel

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« Antwort #16 am: März 08, 2010, 01:19:21 »

Aber Villarrica / Independencia hat in den letzten zwei Jahren einen schlechteren Ruf bekommen.


Warum werden Villarrica / Independencia immer im Zusammenhang gesehen? Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Villarrica ist eine Stadt. Independencia ist ländlich.
Beide haben soviel Gemeinsamkeiten wieder der Don mit dem AA-Forum.  Wink

Don, solltest vielleicht doch mal vorbeischauen
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« Antwort #15 am: März 08, 2010, 01:02:41 »

Würde ich hier in Villarrica das Gefühl haben, mit einer Pistole auf dem Tisch oder geschützt durch eine Weste mein Abendessen einnehmen zu müssen wäre das der Moment zu gehen.

So schlimm wirds wohl nicht sein.
Aber Villarrica / Independencia hat in den letzten zwei Jahren einen schlechteren Ruf bekommen.

Ich halte die "gefuehlte Sicherheit" in PY fuer immer noch hoeher als in Spanien.
Dort kamen die Einbrecher in den letzten drei Jahren drei Mal nachts waehrend wir schliefen, einmal sogar mit Betaeubungsgas.

Mein Sohn sollte mit seiner kolumbianischen Freundin zu einer Hochzeit nach Kolumbien kommen, die Familie riet ihm aber aus Sicherheitsgruenden von der Reise ab. Er saehe zu Gringo-maessig aus. Und Entfuehrungen von Auslaendern waeren in diesem Teil Kolumbiens an der Tagesordnung.

Und das mit den Waffen: Von den Deutschen allgemein hier vermuten die Paraguayer eh, die haetten alle drei Meter eine Waffe in ihren Raeumen versteckt.

Don H
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« Antwort #14 am: März 08, 2010, 09:34:22 »

Würde ich hier in Villarrica das Gefühl haben, mit einer Pistole auf dem Tisch oder geschützt durch eine Weste mein Abendessen einnehmen zu müssen wäre das der Moment zu gehen.
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Don Holiday
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« Antwort #13 am: März 08, 2010, 07:36:41 »


Ich kenne Py nicht aber ich sehe die Sachen in Mx. Die paar Auslaender, z.B. Amerikaner hier am Chapala See wohnen in Colonias Oder in den Doerfern oder Kleinstaedten, INNERHALB von diesen.


Solche "Gated Communities" gibt es in PY nur ein paar.
Hier ist die Mittelschicht zu duenn. Die Reichen leisten sich eben Wachpersonal.
Ich kenne einen Auslaender, der hatte immer vier Bodyguards um sich rum.

Aber da ist es wohl auch die Gegend, in der man lebt. Er lebte in einem Bereich im Chaco, wo die "richtigen" Entfuehrungen stattfinden. Jetzt hat er sich bei uns in der Gegend eine Granja gekauft und drei der Beschuetzer entlassen, weil die Sicherheitslage hier besser ist. Den letzten benutzt er als Chauffeur.

Aber das erste, was ich von ihm hoerte: Er ist reich, faehrt ein Luxusauto und hat ein Dutzend Bodyguards. So ist man schon im  Gespraech, bevor man da ueberhaupt wohnt.

In Piribebuy kenne ich einen Auslaender, der immer einen bewaffneten Wachmann im Garten hat und der Raenscher laeuft auf seinem eingemauerten Grundstueck auch immer bewaffnet rum - zumindest abends.

Ich wuerde auch gerne in der "gefuehlten Sicherheit" mit hundert anderen Mittelklasse-Familien mit mittelgrossen Grundstuecken und huebschen Haeusern leben. Aber sowas gibts hier nicht.

In ASU sehe ich die Haueser der Reichen und vor denen sitzt der Wachdienst. Geburtstagsparties der Kinder nur mit Wachdienst.
In der Stadt sind die Verhaeltnisse einfach zu unuebersichtlich. Die Diebe steigen von Haus A ueber die Mauer zu Haus B und von da auf das Garagendach von Haus C um dann in das Schlafzimmerfenster von Haus D einzudringen.

Da stehen dann zwei Diebe ploetzlich in Deinem Hintergarten.
Starkstrom auf der Mauer haelt die einfach gestrickten PYs ab, da sie Angst vor Strom haben.
Aber sie haben auch Angst vor grossen (am besten schwarzen) Hunden. Ein schwarzer Riesenschnauzer haelt 90% der Eierdiebe ab.

Aber selbst wenn Du in einer Anlage unter Deinesgleichen wohnst: Eine Anlage am Sanber-See, bewohnt von Deutschen, vielleicht 20-30 Haueser, war vorletztes Jahr Schauplatz eines Ueberfalls. Als Polizei getarnt kamen vier Gangster, fesselten in Sekundenschnelle drei Arbeiter, zwei Gaeste den Chef und seine Frau. Unter Androhung von Gewalt erbat man den Schluessel vom Safe und nahm noch ein paar Wertgegenstaende mit.
Wahrscheinlich hatte ein Bediensteter geplaudert, dass der Jefe am Wochenende einen Mercedes an einen anderen Deutschen fuer 20.000 Dollar Cash verkauft hat. Und das bewahrheitete sich.

Also auch die ummauerte Anlage nicht sicher vor Profis.

Die "gefuehlte Sicherheit" ist in meiner Gegend gross - fuer mich. In Independencia/Villarrica sind inzwischen soviele reiche Auslaender, dass dunkles Gesochse aus ganz PY angelockt wird.

Ich habe einen Bekannten, der hat sein Haus komplett Luxus-modernisiert. Vom Feinsten! Aber nur Innen! Von aussen ists ein Bruchbude. Understatement.
Ich habe mich schon vor ueber einem Jahr entschlossen, mein altes Auto nicht gegen ein neues zu tauschen. Es wird immer wieder repariert - direkt bei der Vertragswerkstatt - und noch seltener gewaschen.
Nur nicht ins Visier der Profis geraten. Mein Wunsch nach einem Touareg ist begraben.

Don H
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