In einem anderen Forum habe ich diesen Erfahrungsbericht gefunden:
Es gibt immer wieder Leute, die zu diesem Schluß kommen. Der Anlaß dazu ist jedesmal derselbe, nämlich Vorkommnisse wie dieses hier näher beschriebene:
"Im Oktober 2007 planten wir eine längere Paraguay-Reise. Da das Angebot im Internet sehr
umfangreich ist, stießen wir nach einer Weile des Suchens auf eine Ebay-Anzeige des
Betriebes „Panoramablicks“ in der paraguayischen Stadt Emboscada.
Der Inhaber, Herr Gunther Obel, hinterließ auf seiner Web-Seite und in seinen Emails einen
kulanten und seriösen Eindruck, worauf wir uns entschlossen haben einen vierwöchigen
Urlaub im Panoramablick zu verbringen.
Um die Buchung bestätigen zu können verlangte Herr Obel von uns eine Vorauszahlung in
Höhe von 30% des Gesamtpreises, Euro 123,50 (einhundertdreiundzwanzig50/100), zu
überweisen auf ein uns zunächst unbekanntes Konto in Nürnberg:
Kontoinhaber:
Gertrud und Franz Droll
Kirchgasse 5
97225 Zellingen-Retzbach
Tel.: 09364-2839
Email:
fg-droll@t-online.de Konto:
0002710285
BLZ:
76060618
VR Bank Nürnberg
Bei Nichtantritt der Reise würde die Vorkasse NICHT zurückgezahlt werden.
Herr Obel fragte per Email bei uns an, ob wir ihm evtl. einige Dinge aus D, welche es in
Paraguay nicht gibt mitbringen würden. Es waren dies:
40 Musik-CDs
3 Roll-Leinen für Hunde bis 85 kg, zu je Euro 35,90
Käse aus D, zum Preis von Euro 12,--
Am 23.2. landeten wir auf dem Flughafen Petirossi in Asuncion. Herr Obel holte uns mit
stürmischer Begrüßung vom Flughafen ab. Herr Obel versuchte ständig Ines zu küssen, was
von uns als äußerst unangenehm empfunden wurde. Der Flughafentransfer bei Ankunft und
Rückreise waren laut Vereinbarung angeblich im Gesamtpreis enthalten.
Nach einer halbstündigen Fahrt in einem völlig verdreckten Fahrzeug – wir saßen auf einer
Decke die mit Hundehaaren verdreckt war – trafen wir auf dem Gelände des
„Panoramablick“ ein, wo uns sogleich Frau Obel begrüßte. Frau Obel machte für einen
Hotelbetrieb äußerst ungepflegten Eindruck. Frau Obel brachte uns in unser Zimmer und
sagte uns, dass es sich hierbei um ihr bestes Zimmer handle. Wir schlossen das Zimmer,
setzten uns fassungslos auf das Bett und stellten fest, dass sämtliche Angaben welche uns via
Internet und Email übermittel wurden der Unwahrheit entsprachen.
Im Zimmer roch es muffig, beim Öffnen der Schränke kam uns ein Geruch entgegen, der
darauf hindeutete als ob der Schrank schon lange Zeit nicht mehr gelüftet wurde. Im Bad
stellten wir fest, dass die Wanne schmutzig war, tote Insekten, Fliegen, Spinnen, Ameisen.
Neben dem Fenster kam eine Ameisenstraße aus der Wand, welche über das Toilettenpapier
herfiel. Ines weigerte sich hier unsere Koffer auszupacken und den sanitären Bereich zu
benutzen.
Wir begaben uns anschließend in den angeblichen Gastronomiebereich um etwas zu trinken.
Sofort wurden wir auf das Thema Grundstückskauf angesprochen. Frau Obel zeigte uns ihr
gesamtes Anwesen, von welchen sie Teile verkaufen wollen. Dies erschien uns sehr suspekt
und wir kamen uns vor wie in D auf einer Kaffeefahrt. Beim Gehen über das Grundstück
mussten wir immer darauf achten, nicht in einen der unzähligen Haufen von Hundekot zu
steigen.
Wieder im Lokal angekommen bestellten wir uns eine Kleinigkeit zum Essen. Vor der
Zubereitung des Essens wälzte sich Frau Obel mit einem Ihrer Hunde im Dreck. Mit der
gleichen Kleidung bereitete sie in der Küche das Essen zu und servierte es uns. Das Essen sah
unappetitlich aus und konnte wegen des Geschmacks nicht vollständig verzehrt werden.
Wir zogen uns nach dem Essen ins Zimmer zurück. Wir erkundigten uns vorher, ob andere
Zimmer in einem besseren Zustand frei wären und ob es möglich wäre am nächsten Tag
dorthin umzuziehen. Frau Obel zeigte uns ihre anderen Zimmer. Der sanitäre Bereich
erschien uns hygienischer als der auf unserem Zimmer. Laut Aussage von Frau Obel wären
die Zimmer am nächsten Tag frei, da sich darin gerade Kurzzeitgäste befänden.
Am nächsten Morgen trafen wir die beiden anderen Gäste kurz vor deren Abreise noch an,
worauf uns einer von diesen heimlich eine Visitenkarte von einer anderen Ferienanlage, dem
„Paraiso del Sol“ übergab.
Während des Frühstücks erklärte Herr Obel, dass er zum Flughafen fahren würde um neue
Gäste abzuholen. Er bot uns bei dieser Gelegenheit an mit ihm in die Stadt fahren zu können,
was wir sofort annahmen, um möglichst schnell von hier wegzukommen. Im Zentrum der
Stadt Asuncion wurden wir von Herrn Obel abgesetzt, worauf wir sofort mit dem „Paraiso del
Sol“ telefonisch Kontakt aufnahmen. Nach Besichtigung des „Paraiso del Sol“ – dort war
gerade noch ein Appartement frei – haben wir uns zum sofortigen Umzug entschlossen.
Die Besitzer des „Paraiso del Sol“ organisierten sofort unseren Umzug von Emboscada nach
Saldivar.
Bei der Abrechnung mit Herrn Obel zog mich dieser von den neuen Gästen weg um mir seine
Rechnung zu präsentieren. Herr Obel versuchte nun die gesamten vier Wochen zu berechnen.
Weiter befanden sich auf der Rechnung der Flughafentransfer in Höhe von Euro 10,-- und die
Fahrt in die Stadt in Höhe von Euro 7,50, womit wir natürlich überhaupt nicht einverstanden
waren. Nach heftiger Diskussion habe ich letztendlich Euro 100,-- verlangt, die mir Herr Obel
dann in einheimischer Währung auszahlte.
Es ergibt sich nun für uns folgende Rechnung:
Vorkasse Euro 123,50
Mitbringsel Euro 175,--
Summe Euro 298,50
Auszahlung durch Hr. Obel Euro 100,-- (in einheim. Währung)
Somit haben wir also für eine Übernachtung Euro 198,50 bezahlt.
Zusammenfassend stellen wir fest, dass wir auf eine Spezies von Menschen hereingefallen
sind, wovor wir immer eindringlich gewarnt wurden.
Franz und Ines Hullin
Mühlweg 4
93186 Pettendorf-Reifenthal
Tel. 09404-963607"
Kommentar überflüssig. Bleibt nur noch zu hoffen, daß es sich bei solchen Dingen um Einzelfälle handelt, die man allerdings nicht verallgemeinern sollte.
HH